Streaming bringt 20 Mio. für Schweizer Filmschaffen
Lex-Netflix brachte dem Schweizer Filmschaffen 2025 rund 20 Millionen Franken, vier Prozent des hiesigen Umsatzes der Plattformen. Das zeigt Wirkung, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) am Donnerstag in Locarno bekannt gab.
Im zweiten Jahr seit Einführung der sogenannten «Lex Netflix» wurden fast 20 Millionen Franken in Schweizer Filme und Serien gesteckt – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betroffen sind aktuell 22 Unternehmen, darunter auch ausländische Streaminganbieter. Diese setzten letztes Jahr in der Schweiz 817 Millionen Franken um, was sie eigentlich verpflichten würde, rund 33 Millionen Franken zu investieren.
Wohin fliesst das Geld?
Zwölf Millionen Franken gingen direkt in die Produktion und den Einkauf von Filmen und Serien, wobei Serien mit 7,4 Millionen Franken klar den grösseren Batzen abbekamen. Fast überall standen dabei fiktionale Stoffe im Vordergrund.
Die restlichen 7,9 Millionen Franken flossen ins «Drumherum»: Filmwerbung, Beiträge an Festivals sowie Urheberrechtsabgaben an Verwertungsgesellschaften.
Nicht das ganze Geld sofort investiert
Weil Unternehmen ihre Investitionen bis Ende 2027 aufschieben dürfen, wurden von den geschuldeten 33 Millionen Franken bisher «nur» rund 20 Millionen tatsächlich eingesetzt. Etwa 13 Millionen Franken sind also noch offen – aber nicht verloren, sondern einfach vertagt.
BAK-Chefin Carine Bachmann zieht gegenüber Keystone-SDA eine positive Bilanz: Zwei Jahre nach Einführung des Gesetzes funktioniere die Investitionspflicht gut. Sie schaffe eine vierte tragende Säule für die Finanzierung des Schweizer Films – neben Bund, SRG und den regionalen Filmförderfonds.


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