SRF: Wieder 38 Stellen weg
SRF schwingt wieder den Sparhammer: 9,7 Millionen Franken und 38 Vollzeitstellen fallen bis 2027 weg. Bis 2029 sollen rund 270 Millionen Franken eingepart werden, 80 Millionen davon schon bis 2027.
Kultur und Information am stärksten betroffen
Am stärksten trifft es die Abteilung Kultur, Gesellschaft & Wissen mit 3,5 Millionen Franken und 11 Stellen, gefolgt von der Information (2,4 Millionen, 15 Stellen) und der regionalen Distribution (2,7 Millionen, 10 Stellen). Die Unterhaltung kommt mit 1,1 Millionen und nur 2 Stellen vergleichsweise glimpflich davon. Rund die Hälfte der Stellen soll über natürliche Fluktuation abgebaut werden, den Rest treffen Kündigungen oder Frühpensionierungen.
«Kulturplatz» neu zur Primetime
Auch im Programm ist der Sparstift spürbar: «Reporter» verschwindet als linearer Sendeplatz am Mittwochabend und soll künftig multimedial weiterleben. An seiner Stelle läuft ab 21 Uhr neu der «Kulturplatz», während um 22.25 Uhr Formate wie «Rec.» und «SRF Impact» folgen. Der Donnerstags-«Dok» wird mit neuen Formaten wie «Mona mittendrin» und «Donat auf Achse» ergänzt.
Weniger Geld für «Einstein», «Puls» und Co.
Auch bei etablierten Sendungen wie «Einstein», «Puls», «Late Night Switzerland», «SRF bi de Lüt» und dem «Literaturclub» sollen die Herstellungskosten sinken. Im Newsroom setzt SRF künftig vermehrt auf KI-gestützte Inhalte, auch in den Archiven kommen KI-Tools zum Einsatz, etwa für Metadaten.
Fokus auf Streaming und Play+
Elsener betont, es gehe nicht nur ums Sparen: SRF wolle sich gleichzeitig zu einem modernen, digitalen Medienhaus weiterentwickeln und stärker auf Streaming sowie die neue Plattform Play+ setzen, um jüngeres Publikum zu erreichen. Im Radio konzentriert sich SRF bei wöchentlichen Formaten wie «International» oder der «Samstagsrundschau» künftig auf die 40 publikumsstärksten Wochen im Jahr.
SRG-weit trifft es Operationen am härtesten
Innerhalb der SRG trägt der Bereich Operationen mit 30,7 Millionen die grösste Last, gefolgt vom Bereich Angebot mit 7,4 Millionen – dort verschwindet unter anderem die Live-Übertragung der Champions League ab der Saison 2027/2028, wie bereits im Juni bekannt wurde.


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