Schweizer Film im Fokus in Locarno
Locarno steht vor der Tür: Schweiz goes international & SzeneSchweiz Netzwerk-Apéro
Das 79. Locarno Film Festival startet diese Woche mit über 230 Filmen – darunter 28 Schweizer Produktionen und acht Koproduktionen. Ein besonderes Schaufenster dabei ist die Sektion «Panorama Suisse»: Sie zeigt ausgewählte Schweizer Lang- und Kurzfilme, die seit der letzten Locarno-Ausgabe im Kino liefen.
«Panorama Suisse» soll vorallem dem internationalen Publikum das aktuelle Schweizer Filmschaffen näherbringen, darunter auch in der Schweiz bereits bekannte Produktionen, erklärt Niccolò Castelli von den Solothurner Filmtagen auf persoenlich.com. Er wirkte emeinsam mit Locarno und der Stiftung Swiss Films bei der Filmauswahl mit.
Zu den diesjährigen Highlights zählt das historische Drama «A bras-le-corps» von Marie-Elsa Sgualdo, das im Zweiten Weltkrieg spielt und die Rolle der Schweiz bei der Judenverfolgung kritisch beleuchtet. Auch dabei: der Dokfilm «I Love You, I Leave You» von Moris Freiburghaus, der im Frühling mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Nicht verpassen!
NETZWERKAPÉRO am Samstag, 08. August ab 17:00 Uhr
Am Samstag, 08. August 2026 findet während des Festivals wieder
unser beliebter Netzwerk- und Branchenapéro statt,
den wir zusammen mit dem Verband SSFV veranstalten.
Neu wird der Apéro im Bar Ristorante Tennis Club Locarno stattfinden.
(10 Min. vom Schiffssteg in Richtung Lido Via Francesco Ballerini 1 in 6600 Locarno )
Es ist keine Anmeldung nötig – wir freuen uns auf euch!
Castelli betont: Es sind Filme aus allen Sprachregionen der Schweiz, die auf ganz unterschiedliche Weise Erfolg feiern – im Heimkino wie an Festivals im Ausland. «Wir wollen zeigen, dass der Schweizer Film vielfältig und lebendig ist.»
Mehr Spielfilme, aussergewöhnliches Storytelling
Auch stilistisch tut sich einiges: Die Schweiz gilt zwar traditionell als Dokumentarfilmland, doch die Bildsprache wird zunehmend offener. Ein gutes Beispiel dafür ist laut Castelli die Schwarz-Weiss-Tragikomödie «Sie glauben an Engel, Herr Drowak» von Nicolas Steiner, mit Luna Wedler in einer Hauptrolle.
Die Hälfte der zehn «Panorama Suisse»-Filme sind Spielfilme, und selbst die Dokumentarfilme lösen sich zunehmend von klassischen Erzählformen. Verbindendes Thema: die Suche nach Identität und die Frage, was die Schweiz eigentlich ausmacht.
Nicht zuletzt hofft man, mit «Panorama Suisse» den Schweizer Film auch international zu vermarkten – schliesslich reisen Branchenleute aus aller Welt nach Locarno, auf der Suche nach Filmen für ihre Kinos. Auch der künstlerische Leiter des Festivals (5. bis 15. August) sieht darin eine Schlüsselrolle für die Förderung des Schweizer Kinos.


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