Parlament will Kulturschaffende besser absichern
Positives Signal aus Bern: NR-Kommission will Lücken in der Altersversorgung bei Kulturschaffenden schliessen.
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) will die soziale Absicherung für Kulturschaffende verbessern. Mit der parlamentarischen Initiative soll eine langjährige Gesetzeslücke geschlossen werden.
Viele Kulturschaffende arbeiten gleichzeitig als Selbstständige und als Angestellte. Da sich dieses Arbeitsverhältnis oft kurzfristig ändert, ist es für das Sozialversicherungssystem schwierig, diese Menschen korrekt einzuordnen. Die Folge sind oft schmerzhafte Lücken bei der Altersvorsorge oder bei Versicherungsleistungen.
Einfachere Lösung gefordert
Die Initiative schlägt eine pragmatische Lösung vor: Wer mehrere Erwerbstätigkeiten kombiniert, soll sein Einkommen pauschal als unselbstständig abrechnen können. Das würde die komplizierte administrative Abwicklung erheblich vereinfachen.
Der Handlungsbedarf ist schon lange bekannt – unter anderem durch eine Studie von 2021. Da der Bundesrat bisher keine eigenen Vorschläge unterbreitet hat, nimmt nun das Parlament das Heft in die Hand. Die Verbände Suisseculture und Suisseculture Sociale begrüssen diesen Schritt als wichtiges Signal, um die berufliche Realität im Kultursektor endlich zeitgemäss abzusichern.


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