«Diversitätsarbeit ist kein Wettkampf!»

Eine Diversitäts-beauftragte Person, oder in Englisch «Diversity Agent», gab es als Stelle am Schauspielhaus Zürich bisher noch nicht – Diversitäts-Fragestellungen waren aber durchaus vorhanden, verstärkt mit der Intendanz Blomberg-Stemann und deren progressiver künstlerischer Setzung. Worauf die benötigte Stabsstelle kreiert wurde, Yuvviki Dioh besetzt diese mit Bravour und grossem Ehrgeiz. Ein Gespräch über ihre Arbeit und Visionen.

Als Orientierung für die Erschaffung der Stabsstelle diente ein Modell aus Deutschland, das bereits ab 2018 in verschiedenen Institutionen umgesetzt wurde. Über den Deutschen Kulturförderungsfonds mit dem Programm 360 Grad werden externe Gelder für diversitätsfördernde Projekte akquiriert, genau darin liegt aber der zentrale Unterschied zur Schweiz. Dioh wird vom Haus aus finanziert, dabei ist sie zuständig für die diversitätsorientierte Organisationsentwicklung, als grössere Felder gelten hierfür das Programm, Publikum und das Personal. Ihre Arbeit ist strategisch, sie kreiert Handlungsmassnahmen und neue Ideen – ihre Stelle fungiert quasi als Navigationszentrum.

Am Haus hat sie gemeinsam mit der Leitung lange überlegt, was das Verständnis und die Vision dafür sein könnten, «mit dem Ziel, zu transformieren und diverser zu sein!» Vier Begrifflichkeiten sind dabei wichtig: Diversität, Inklusion, Gleichstellung und Zugehörigkeit.

Dioh ist 32 Jahre alt und hat in Kommunikationswissenschaften doktoriert: «Ich habe mich aber nicht mehr wohl gefühlt an der Universität und deshalb aktiv nach einer Alternative gesucht!» Während des Studiums war sie bereits aktivistisch unterwegs, im Rahmen des Black-Lives-Matter-Movement und der LGBTQIA+ -Bewegung, «und so bin ich immer tiefer in die Materie und in die Themen Marginalisierung und Anti-Diskriminierung gerutscht».

Dabei vermittelt sie auch an Events und Podien ihr wissenschaftliches Knowhow. Ihren Weg in die Bühnenbranche in Zürich fand sie über den Tanz, den sie seit ihrer Kindheit inn einer Tanzgruppe pflegte, bis sie Mitte Zwanzig andere Prioritäten setzte. Später, als Teil der Gruppe Jungtheater, verantwortete den Bereich Strukturarbeit in Leitung und Vorstand. „Durch diese Erfahrungen fanden all meine Fähigkeiten zusammen und ermöglichten mir, die jetzigen Stelle zu übernehmen», erklärt sie ihren Werdegang.

Diversität am Schauspielhaus

«Eine kurze Erklärung zum Begriff Diversität gibt es nicht», sagt Dioh. Am Haus hat sie gemeinsam mit der Leitung lange überlegt, was das Verständnis und die Vision dafür sein könnten, «mit dem Ziel, zu transformieren und diverser zu sein!» Vier Begrifflichkeiten sind dabei wichtig: Diversität, Inklusion, Gleichstellung und Zugehörigkeit. «Am Schauspielhaus geht es um echte soziale Gerechtigkeit. Diversität soll nicht als Tokenism missbraucht werden.

Die Argumentation sieht so aus: Das Schauspielhaus soll ein Ort sein, wo verschiedene Lebensrealitäten aufeinandertreffen, dies soll gelebt werden und künstlerisch ergründet.» Denn: «Was machen wir am Theater – wir setzen uns mit Welt, Mensch, Gesellschaft auseinander.» Und genau dies soll positiv und in inspirierendem und sicherem Raum stattfinden, dafür braucht es viel Arbeit – auch wenn es vielleicht erstmal nach wenig klingt.

Der Begriff Diversität als Basis, der oft mit Heterogenität und Vielfalt erklärt wird, heisst in erster Linie «Repräsentation von Differenz», die auf Identitätskategorien gründet. «Die Triade Race, Class, Gender aber auch Disability, physische und psychische Fähigkeiten, Religion, Weltanschauung, sexuelle Orientierung, Alter und vieles mehr, was noch kommen wird», ergänzt Dioh.

Diese Kategorien sollen in den Alltag der Institution implementiert werden, «gleichsam für Mitarbeiter*innen als auch für das Publikum». Ziel ist es, die Chancengleichheit zu erhöhen und Barrieren abzubauen. Dafür braucht es ein Verständnis, wie Marginalisierung reproduziert wird. Dioh erklärt das etwas genauer mit den Fragen: «Wo schliessen wir als Theater aus, auch historisch betrachtet … Wen sprechen wir heute an? Wer arbeitet eigentlich bei uns? Welche Strukturen braucht es, damit wir einschliessend sind?» Das bedeutet ein Verständnis der Beziehung zwischen Individuum und sozialer Umwelt, von Diskriminierungsformen, Privilegien und Benachteiligungen – «viele Aspekte müssen berücksichtigt werden, damit man im Betrieb nachhaltig, divers und sozial gerecht agieren kann.» Über allem stehen die Themen Transformation und Nachhaltigkeit – «es ist aber noch nicht alles festgeschrieben, sondern darin werden Strategien und Handlungen formuliert», sagt sie.

«Am Schauspielhaus geht es um echte soziale Gerechtigkeit. Diversität soll nicht als Tokenism missbraucht werden. Die Argumentation sieht so aus: Das Schauspielhaus soll ein Ort sein, wo verschiedene Lebensrealitäten aufeinandertreffen, dies soll gelebt werden und künstlerisch ergründet.»

Vermittlungsprogramme und Barrierefreiheit

Der letzte spürbare Erfolg sei schwierig zu definieren: «… wenn bei Vorstellungen immer mehr verschiedene Leute kommen – das ist Communitybuilding-Arbeit! Auch der Begriff Audience Development geht in dieselbe Richtung, wie auch die Frage nach der Lokalität, denn nicht alle Diversitäts-Massnahmen funktionieren überall.» Wichtig sei es, regional, überregional bis international zu agieren und daneben wirklich in Kontakt zu treten mit Leuten in der Stadt. Dioh sagt: «Es sind nicht alle Zuschauer*nnen oder Mitarbeitende Fan unserer Institution, (Diversitäts-)Arbeit und Kunst.

Es gibt aber sehr viele schöne Begegnungen, auch direkt mit den Künstler*innen. Daneben gibt es auch weniger sichtbare Erfolgsmomente, in der Arbeit im Betrieb, wenn der Prozess, die Arbeitspraxis sich langsam verstetigen. Misserfolge hingegen gibt es immer dann, wenn etwas verpasst wurde oder die Infrastruktur nicht barrierefrei ist.

Der Pfauen ist beispielsweise nicht konzipiert für Menschen, die architektonisch andere Zugänge brauchen. Und die Website ist für viele noch nicht zugänglich, die eine leichte Sprache, Bildbeschreibungen und Screen-Readers brauchen. Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst, die Infrastruktur ist an sich aber leider limitiert». Am Haus sind weitere Vermittlungsprogramme in Planung, darunter taktile Führungen, sowie die stetige Vernetzung mit Selbstvertreter*innen in der Kunst und Kulturszene.

«Es sind nicht alle Zuschauer*nnen oder Mitarbeitende Fan unserer Institution, (Diversitäts-)Arbeit und Kunst. Es gibt aber sehr viele schöne Begegnungen, auch direkt mit den Künstler*innen. Daneben gibt es auch weniger sichtbare Erfolgsmomente, in der Arbeit im Betrieb, wenn der Prozess, die Arbeitspraxis sich langsam verstetigen. Misserfolge hingegen gibt es immer dann, wenn etwas verpasst wurde oder die Infrastruktur nicht barrierefrei ist.“

Im Oktober 2023 moderierte Dioh eine Podiumsdiskussion mit dem gerade neu gewählten Zürcher Nationalrat und Behindertenrechtsaktivisten Islam Alijaj, Nicole Grieve (Kultur Inklusiv), Cem Kirmizitoprak (Inklusions-Agent und selbstvertretender Politiker), Edwin Ramirez (Criptonite) zum Thema Politik, Behinderung und Theater. «Dort haben wir sehr gut inklusiv gearbeitet, es wurde ein Skript für Gebärde-Dolmetscher geschrieben, es gab verschiedene Sprech-Tempi, etc.» sagt sie, und sieht die im Podium geäusserte Kritik in Bezug auf die fehlende Barrierefreiheit als Erfolg und Resultat einer wachsenden Debatten-Kultur.

Machtmonopole aufweichen

Im Diversitäts-Kompass des Schauspielhauses wird auf die Notwendigkeit von flachhierarchischen Strukturen hingewiesen, die die Machtstrukturen der Institution «Stadttheater» durchleuchten. Am Schauspielhaus Zürich wird zusätzlich versucht, flachhierarchischere Strukturen zu etablieren. Zum Beispiel: In einem wöchentlichen Beratungsgremium, wo alle Leitungsfunktionen und Stabsstellen zusammenkommen, werden alle wichtigen Punkte gemeinsam besprochen.

Dadurch sollen in Entscheidungsmomenten Machtmonopole aufgeweicht werden. Die Kommunikation ist zentral, alle Leute am Haus mit ihrer jeweiligen Expertise sind bei der Lösung eines Problems gefragt. Es herrscht ein reger Austausch, «einchecken und konkrete Zielvereinbarungen sind dafür ein regelmässiges Tool, an Transparenz, Vertrauen, Wertschätzung und Respekt muss stetig gearbeitet werden. Letztendlich sollen Entscheidungen nicht isoliert gefällt werden, um die Durchsetzung von Eigeninteressen zu minimieren», ist Dioh überzeugt.

«Ohne mein grosses Zutun werden Workshops zu Black Hair, Braiding und Pflege durchgeführt, sowie Schminkkurse für verschiedene Hauttöne. Es geht den Kolleg*innen darum, dass PoC-Künstler*innen ohne Hürden oder Hemmungen in die Maske gehen können. Es herrscht glücklicherweise bereits jetzt ein reger Austausch in Bezug auf Diversität von Körpern am Theater»

Personal, Publikum, Programm – drei Felder

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Dioh auch mit Strategien für die Personal- und Kulturentwicklung und einer diversitätsorientierteren Einstellungspraxis mit Onboarding unter Diversitätsaspekten. Sie setzt sich für die Förderung von Diversitätskompetenzen in Leitungspositionen ein und plant Sensibilisierungsmassnahmen. Die Stabsstelle gewährt Dioh die Legitimität, in vielen Gremien dabei zu sein und den Überblick zu haben zum Geschehen am Haus. Sie hat viel Freiheit, zu gestalten und neben ihr gibt es viele interne Multiplikator*innen, darunter bspw. das Dramaturgieteam, das die Repräsentationspolitik bespricht, oder Casting- und Textfragen diskutiert.

So fragt sich die Runde beispielsweise gemeinsam, «was bedeutet eine Aussage für Autor*in X» oder wen repräsentieren die Darsteller*innen in ihrem Spiel. Im Bereich Kostüm, Maske und Haar gab es einen besonderen Erfolgsmoment, erzählt Dioh: «Ohne mein grosses Zutun werden Workshops zu Black Hair, Braiding und Pflege durchgeführt, sowie Schminkkurse für verschiedene Hauttöne. Es geht den Kolleg*innen darum, dass PoC-Künstler*innen ohne Hürden oder Hemmungen in die Maske gehen können.

Es herrscht glücklicherweise bereits jetzt ein reger Austausch in Bezug auf Diversität von Körpern am Theater». Die Bereiche Damen- und Herrenschneiderei sind noch immer gegenderte Berufe, wobei in der Praxis die Grenzen verschwimmen, die Binarität wird aufgeweicht. Die Frage ist hier, wie man das strukturell einbetten kann. «In der Kunst kommen ständig neue Themen und Situationen hervor, damit umzugehen ist ein grosser Teil meiner Arbeit,» sagt Dioh.

«In der Kunst kommen ständig neue Themen und Situationen hervor, damit umzugehen ist ein grosser Teil meiner Arbeit,» sagt Dioh.

Publikumsentwicklung

Auf der Ebene der Programmgestaltung findet auch eine enge Zusammenarbeit mit der Kommunikations- und Marketingabteilung statt, gefunden werden soll eine gemeinsame Sprache für Communitybuilding und Publikumsentwicklung. Dazu meint Dioh: «Wir möchten über unser vielleicht eher bürgerliches Stammpublikum hinaus mehr verschiedene Menschen ansprechen. Wie wir das schaffen? Dahinter steckt Öffentlichkeits-, politische und Vernetzungsarbeit.»

Dioh gestaltet und organisiert dafür themenspezifische Workshops, moderiert Podiumsdikussionen, dadurch entsteht viel Vernetzung über institutionelle Arbeit. Sie folgt ihrem Credo: «Das Wissen, das wir uns aneignen, muss verbreitet werden.» Die Intendanz lässt Dioh Freiheit bei der Umsetzung, sie ist im Austausch mit anderen Institutionen, die dieses Thema strukturell umsetzen wollen. Dazu meint sie: «Diversitätsarbeit und Transformationsarbeit ist kein Wettkampf, das lehne ich komplett ab! Es geht um soviel mehr!»

Auf die Frage, wie ihre Traumvorstellung einer Theater-Institution aussähe, antwortet sie angeregt: «Sie soll vor Leben sprudeln, ein Ort sein, wo man morgens um 3 Uhr allein hingehen kann für einen lockeren Austausch – wo Menschen über Menschsein und die Welt nachdenken, über Politisches und Krisen sinnieren wollen – das ist eine super romantische Vorstellung!» (lacht) «Dieses Gefühl der Verbundenheit spüre ich dann, wenn man spätabends in der Kantine sitzt und Ideen spinnt – ich verstehe Theater als Kunst- und Diskursort, wo alle auf Augenhöhe und mit einem dezidierten Verständnis über Privilegien und Benachteiligungen agieren.

Das Theater als auch die Universität und Kunst im Allgemeinen sind Orte, wo Wissen produziert wird. Theater soll in einer Art berühren, wie es Akademien nicht können. Die Arbeitsbedingungen sollen diversen Bedürfnissen entsprechen. Zwar kann es kein konfliktfreier Ort sein, jedoch sich «safe» anfühlen für alle. Das wäre im Kern für mich das wichtigste, wir sind aber noch weit weg davon entfernt. Das neoliberalistische Leistungsdrucksystem ist auch trotz Subventionen schlecht zu überwinden. Ein Theater sollte aber ein Ort sein, wo man anders arbeitet und diese Safer Spaces entwickelt werden können.“

ScenaSvizzera setzt auf Stärkung von Sichtbarkeit

Seit mitte September gibt es ScenaSvizzera NEU auf Instagram und Facebook – folgen und teilen erwünscht! Es fanden ausserdem verschiedene Treffen und Gespräche statt, die die Vernetzung in der italienischen Schweiz fördern, und – es geht vorwärts!

Es gibt für die Sektion Tessin Hoffnungen auf einen konstruktiven Dialog mit dem Departement für Bildung, Kultur und Sport seit die Staatsrätin Marina Carobbio Guscetti die neue Direktorin ist. Sie zeigt sich sehr interessiert an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der sozialen Sicherheit. Ein weiterer Austausch hat mit der Ticino Film Commission begonnen, es geht darum, dass die Schauspieler*innen der italienischen Schweiz bekannt gemacht und vermehrt für Filmproduktionen gebucht werden. Dafür hat eine persönliche Kontaktaufnahme mit dem Amt für kulturelle Entwicklung Lugano stattgefunden. Es ist generell sehr wichtig, an einer stärkeren Sichtbarkeit von ScenaSvizzera zu arbeiten, sei es durch die Werbekampagne auf Social Media, oder Kontaktaufnahmen mit den Kulturabteilungen der Gemeinden oder durch ein Event wie „Carriera in movimento“ an einem Prestige-Ort wie dem LAC Lugano, welches eine gute Reichweite in den Medien hat und auch ausgestrahlt wurde in den Abendnachrichten vom TV Sender TeleTicino.

Am 2.Oktober hat sich ScenaSvizzera mit Laura Brenni vom Amt „Sviluppo culturale“ Lugano getroffen, um den Verband SzeneSchweiz und seine Aktivitäten vorzustellen, insbesondere die Sektion italienische Schweiz. Nächstes Jahr bietet das Amt Fortbildungsaktivitäten (Workshops) für Kulturschaffende in Lugano an. Laura Brenni war bereit, unsere Mitglieder zu treffen um Fragen zu beantworten über Projekteingabe und Budgetierung. Das Amt für kulturelle Entwicklung unterstützt die Kulturindustrie und professionelle Kulturschaffende, die in der Region Lugano tätig sind, und fördert ehrenamtliche Tätigkeiten und kulturelle Vereinigungen. Es ermutigt zur Schaffung von Netzwerken, indem es die Verbesserung der Qualität des kulturellen Angebots anregt.

Am 24.Oktober fand ein Treffen mit der Staatsrätin Marina Carobbio Guscetti, der Direktorin der Abteilung für Kultur und universitäre Studien Raffaella Castagnola Rossini und Paola Costantini, Chefin vom Büro für Kulturförderung, statt. Mit dabei Salva Leutenegger, Geschäftsleitung des Verbands SzeneSchweiz, und Matthias Albold, Präsident SzeneSchweiz, die die Staatsrätin beeindruckt haben mit ihren Erklärungen über GAV und soziale Sicherheit. Die Strukturen und die Arbeit von SzeneSchweiz wurden vorgestellt, und die Sektion italienische Schweiz wird den Kontakt und den Austausch mit dem DECS intensivieren. Es besteht die Hoffnung auf einen weiterführenden Austausch mit Marina Carobbio und Leutenegger und Albold in Bezug auf Verbesserung der Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit.

Am 25. Oktober fand ein Treffen mit der Ticino Film Commission statt, Aglaja Amadò und Igor Mamlenkov haben als Delegierte von SzeneSchweiz teilgenommen. Es wurde eine Zusammenarbeit beschlossen. Als nächstes wird ein Treffen organisiert mit den Filmproduzenten und den Schauspieler/innen von ScenaSvizzera.

Am 28. Oktober hat ScenaSvizzera, das SSUDK Transition Centre und das LAC eine Diskussion zum Thema „Carriera in movimento…“ veranstaltet, im Gespräch mit der Regisseurin Laura Kaehr und dem SSUDK-Direktor Oliver Dähler und dem besonderen Gast Giulia Tonelli, Solistin Ballett Zürich. TeleTicino hat dazu einen sehr schönen Beitrag mit einem Interview mit Laura Kaehr in den Abendnachrichten vom 28.10.2023 gesendet.Hier der Link (ab 15 Minuten 27 Sek.)

 

Rolf Sommer gewinnt Deutschen Musical Theater Preis

Für seine Rolle als Dällebach Kari wurde Rolf Sommer (ehemals Chefredaktor dieses Magazins) als bester Darsteller prämiert, die Thunerseespiele räumten in verschiedenen weiteren Kategorien ab.

(Aus Arttv.ch)

«Ich bin total überwältigt vom gestrigen Abend und schwebe immer noch im siebten Himmel. Der Deutsche Musical Theater Preis ist DIE Auszeichnung unserer Branche im deutschsprachigen Raum. Diese als Künstler entgegennehmen zu dürfen, fühlt sich fantastisch an! Die Anerkennung würdigt nebst meiner Leistung auch die Arbeit des Kreativ-Teams, des gesamten Produktionsteams und der Autoren», lässt sich Rolf Sommer auf arttv.ch vernehmen.

Die Musical-Szene feierte Anfang Oktober im Berliner Theater des Westens die Verleihung des Deutschen Musical Theater Preises 2023. Während der Preisverleihung gab es immer wieder minutenlange Standing Ovations. Die Produktion «Dällebach Kari» der Thunerseespiele war mit insgesamt vier Auszeichnungen eine der grossen Gewinnerinnen des Abends.

 

Dällebach Kari wurde in den Kategorien «Bestes Revival», «Bestes Bühnenbild» (von Charles Quiggin), Bestes Kostüm- und Maskenbild (von Aleš Valášek und Ronald Fahm) und Rolf Sommer als «Bester Darsteller in einer Hauptrolle» ausgezeichnet.

SzeneSchweiz gratuliert dem engagierten und erfolgreichen Mitglied Rolf Sommer und dem Team der Thuner Seespiele!

Tanzmehr Bühne – nationales Community Dance Festival

Vom 25. bis 28. Oktober  findet die zweite nationalen Ausgabe von «Tanzmehr Bühne mit*ein*ander*es Tanzfestival» im Kulturmarkt Zürich statt. Das «Mitmach-Wochenende» am 21. & 22. Oktober bietet Gelegenheit zum gemeinsamen Tanz und Austausch. Ziel dieses einzigartigen Community Dance Festivals ist es, kulturelle Teilhabe an Bühnentanzstücken für mehr Menschen zu ermöglichen.

Eine Bühne für Körper aller Art – Aufführungen 25. – 28. Oktober 2023

Auf dem Aufführungsprogramm des Tanzmehr Bühne Festivals stehen 16 Stücke an vier Abenden. Unterschiedlichste Menschen – von jung bis alt, mit Behinderung und ohne – zeigen auf der Tanzmehr Bühne im Kulturmarkt Zürich ihre Geschichten, ihre individuellen Bewegungsformen und ihr künstlerisches Können. Die Tanzstile sind dabei so vielfältig wie die Körper der Tanzenden: Instant Composition, Tanztheater, Zeitgenössischer Tanz, Urbaner Tanz oder Flamenco, zum Teil begleitet von Live Musik. Alle gezeigten Stücke wurden von professionellen Choreograf*innen im gemeinsamen künstlerischen Prozess mit nicht-professionell ausgebildeten Tänzer*innen erarbeitet. Diese Form des Tanzschaffens nennen wir «Künstlerischen Community Dance».

Die Schweiz hat Nachholbedarf

In England, Deutschland und Österreich sind Community Dance Projekte selbstverständlich auf den Tanz- Bühnen vertreten. In der Schweiz besteht jedoch grosser Nachholbedarf – sowohl in der Förderung als auch der Programmierung solcher Projekte.

Mit einer biennalen Durchführung des Tanzmehr Bühne Festivals seit 2021 und mit kulturpolitischen Aktionen in den Zwischenjahren setzen wir uns für mehr Inklusion und Diversität im Kulturfeld Tanz ein, für eine Enthierarchisierung von professionellen Tanz- und Alltagskörpern sowie für tanzästhetische Vielfalt.

Im Herbst 2022 wurde dazu vom Tanzmehr Bühne Team in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Tanzvermittlung Schweiz ein Manifest für den Künstlerischen Community Dance verfasst. Es wurde bisher von über sechzig Schweizer Tanzvermittler*innen unterschrieben und an alle öffentlichen Tanzförderstellen der Schweiz verschickt, um sie für die Thematik zu sensibilisieren.

Tanz erleben – am Mitmach-Wochenende 21. + 22. Oktober vor der Aufführungswoche erhalten Tanzschaffende und bewegungsfreudige Menschen, unabhängig von ihrer tänzerischen Vorerfahrung, die Gelegenheit zum Austauschen, gemeinsamen Tanzen und Diskutieren zu aktuellen Themen rund um den künstlerischen Community Dance. Das Mitmach-Wochenende zum Tanzmehr Bühne Festival 2023 findet in der Helferei und dem Tanzhaus Zürich statt. Es ist kostenlos und barrierearm zugänglich. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen zum Tanzmehr Bühne Festival sind auf Deutsch, Englisch und Französisch hier zu finden. Hier gibts Tickets (keine Abendkasse)

Hier ein kleiner Sneakpeak:

3800 Bewerbungen für 28 Ensemble-Plätze

Cathy Marston stellt in ihrem Einstand am Opernhaus das Ensemble neu auf. Der Wechsel der Direktorin zeigt exemplarisch den Druck, unter dem Tänzer*innen in ihrer Karriere stehen.

3800 internationale Top-Tänzeri*nnen hatten sich beim Opernhaus Zürich Opernhaus für einen Platz im neu aufgestellten Ensemble beworben, wie der Tagesanzeiger berichtet. Das sind mehr als 100 pro zu besetzendem Platz. 300 durften zum Vortanzen kommen, 28 haben es schliesslich geschafft: 19 für die Hauptcompany, 9 im Junior Ballett. Ensemble und Nachwuchscompany zusammengezählt, umfasst das Zürcher Ballett wie zuvor 50 Bühnentänzerinnen und -tänzer: 25 Frauen und 25 Männer.

Cathy Marston hat die Direktion am Opernhaus übernommen.

Beim Wechsel einer künstlerischen Leitung verlieren auch Tänzer*innen den Job, wenn sie nicht das Glück haben, mit dem verabschiedenden Direktor mitgehen zu dürfen. Jan Casier, Matthew Knight, Michelle Willems, Rafaelle Queiroz und weitere sind Christian Spuck ans Staatsballett Berlin gefolgt. Andere, wie die langjährige Solistin Katja Wünsche, die 2012 zusammen mit Spuck aus Stuttgart nach Zürich gekommen war, haben ihre aktive Bühnenkarriere beendet.

System behandelt Tänzer*innen wie Ware

Der Wechsel am Opernhaus zeigt exemplarisch, wie sehr Tänzer*innen unter Druck stehen. Das System „Ballett“, das in dieser Form noch aus den 1950er Jahren mitgeschleppt wurde, sieht Künstler*innen als Ressource. Es gibt genug davon. Das führt zu einem krassen Wettbewerb, der sich in Form und Qualität auch toxisch auf die Ausbildung auswirkt. Wenige Solist*innen können es sich in ihrer Karriere leisten, quer durch die Welt zu ziehen und dabei vielleicht auch noch eine Familie zu gründen. Sie haben das Rampenlicht, die anderen, ebenfalls bestens ausgebildeten Tänzer*innen, kämpfen um jede Anstellung.

Aus Verbandssicht ist es auch sehr schwer, diese international um Stellen konkurrierenden Künstler*innen zu vertreten. Die Angst, keine Anstellung mehr zu bekommen, wenn man sich kritisch äussert oder sich für bessere Bedingungen einsetzt, ist immens, wie eine Umfrage von SzeneSchweiz Anfang dieses Jahres ans Licht brachte.

Die hierarchischen Strukturen und die ungleiche Gewichtung der künstlerischen Leistung zwischen Direktion und Ensemble müssen überdacht werden. Tänzer*innen sind keine Knetmasse, aus der man einfach ein Kunstwerk formen kann. Sie sind Profis, die, wie alle anderen, ein sicheres und planbares Arbeitsumfeld verdient haben.

 

Letzte Plätze im Workshop «Wie finanziere ich mein Bühnenprojekt?»!

Nur für Mitglieder: Workshop «Projekteingabe und Budgetierung» am Montag, 30. Oktober 2023, die Teilnahme ist kostenlos.

Wer Theater- oder Tanzprojekte realisieren möchte, steht im Dialog mit Kulturförderinstitutionen. Ein überzeugendes Projektdossier mit Finanzierungsplan und Budget ist dafür unerlässlich. Unser Workshop behandelt folgende Fragen:

  • Was soll in der Projekteingabe stehen? Und wie?
  • Was gehört zu einem überzeugenden Budget inkl. Finanzierungsplan?
  • Wie müssen Projektinhalt und Budget aufeinander abgestimmt sein?
  • Worauf achten potenzielle Geldgeber*innen besonders stark?

Der Workshop richtet sich an die freischaffenden SzeneSchweiz-Mitglieder mit wenig Erfahrung in der Projekteingabe. Der Workshopleiter Mathias Bremgartner ist Co-Leiter Förderung Kultur beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich und leitet zudem m2act, das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste. Mathias ist promovierter Theaterwissenschaftler und war von 2004 bis 2015 als freischaffender Dramaturg und Produktionsleiter in der Schweizer Theaterszene und von 2012 bis 2015 als Mitglied der Theater- und Tanzkommission der Stadt Bern tätig.

Datum: Montag, 30. Oktober 2023

Maximal 15 Teilnehmende.
Uhrzeit: 10:15 h bis max.16:30 h (inkl. kurzer Stehlunch)
Ort: Kasernenstrasse 23, 8004 Zürich, SIG-Mehrzweckraum (Eingang im Hof)
Kosten: Übernimmt SzeneSchweiz

Anmeldung bis 25. Oktober 2023: info@szeneschweiz.ch

D | I Teatro Valicante „Immortalia – Oltre l’uomo“

Traduzione italiana qui sotto

“Unsterblich – Jenseits des Menschen“ – ein Theaterstück, einzigartig in seiner Thematik und den aktuellen Fragen, die sich spontan stellen, nämlich: Was sind wir bereit, für den Fortschritt zu opfern? Die heilige Natur des Menschen? Sind wir wirklich bereit, im Namen der technologischen Entwicklung zu Cybors zu werden? Kurz gesagt, das ist es, was die beiden Protagonisten, Michele Rezzonico, Ettore Chiummo und Davide Labancas Regie sehr prägnant auf die Bühne gebracht haben.

Ihre  Wortwahl, ihre  klaren und deutlichen Stimmen, ihre lässigen Bewegungen als gute Tänzer, bewiesen ihr Bühnenkönnen und ihre Überzeugungskraft. Ihre Inszenierung ist prägnant, einfach, aber sehr effektiv, obwohl das Thema schwierig und kompliziert zu erklären sein könnte. Zwei unabhängige Künstler aus der Szene der italienischen Schweiz, beide Absolventen der Accademia Teatro Dimitri, haben beschlossen, gemeinsam eine Show zu kreieren, die die Gefahr beleuchtet, den Menschen durch „Gott“ ersetzen zu wollen; die Gefahr, die Kontrolle über die Technologie zu verlieren, die den Menschen zum Sklaven macht, anstatt ihm zu dienen. Gekonnt haben sie das Stück unterhaltsam gestaltet, trotz der Dramatik, dass diese Realität wahr werden könnte, wenn wir uns nicht dazu entschließen, „heilige Menschen“ zu sein.

Interview von Manuela Rigo mit Ettore Chiummo, Schauspieler und  Performer

Wie wurdest du Künstler und warum im Tessin?

Meine Eltern waren Opernsänger und unterrichten heute in Florenz, wo ich auch lebe, abwechselnd mit meinem Wohnsitz im Tessin. Ich wurde in Pescara geboren und zog dann mit meiner Familie nach Florenz, wo ich das Liceo Classico besuchte. In der Zwischenzeit pflegte ich meine Leidenschaft für die Musik und lernte Kontrabass und später E-Bass zu spielen. Außerdem belegte ich nach Abschluss meines Studiums im Jahr 2015 Tanzkurse und besuchte verschiedene Choreografie-Workshops in ganz Norditalien.

Damals spürte ich tief in meinem Herzen, dass mein Weg in den Bereich der Kunst führen würde, und nach bestandenem Vorsprechen wurde ich 2016 an der  Accademia Dimitri in Verscio aufgenommen, wo ich 2019 meine Bühnenausbildung abgeschlossen habe, und darum bin ich im Tessin.

Was hat dich dazu bewogen, die Accademia Dimitri zu besuchen?

Nach dem Besuch von Choreographie Workshops auf der ganzen italienischen Halbinsel wurde ich auf die Möglichkeit aufmerksam, an der Accademia Dimitri vorzusprechen, zumal ich schon vorher beschlossen hatte, dass mein Weg auf die Theaterbühne führen würde.

Damals spürte ich tief in meinem Herzen, dass mein Weg in den Bereich der Kunst führen würde, und nach bestandenem Vorsprechen wurde ich 2016 an der  Accademia Dimitri in Verscio aufgenommen, wo ich 2019 meine Bühnenausbildung abgeschlossen habe, und darum bin ich im Tessin.

Welche Erfahrung an der Accademia Dimitri hat dich als Künstler reifen lassen?

In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit, Maestro Claudio De Maglio von der Accademia di Arte Drammatica ‚Nico Pepe‘ in Udine (Italien) kennenzulernen. Nach meinem Abschluss an der Accademia Dimitri folgte ich dem Maestro an die Accademia ‚Nico Pepe‘ und nahm bis 2020 an seinen Lehrveranstaltungen teil, zunächst  vor Ort anwesend  und dann wegen der Covid-19 Krise aus der Ferne.

Ich hatte das Bedürfnis, aus den vier Wänden meines Hauses rauszugehen, und so begann ich, meine Freunde, Künstler*innen und Künstler*innenkollegen zu kontaktieren, mit denen ich eine kognitive Affinität verspüre.

Die Entstehung des Stücks „Immortalia – Oltre l’uomo“ fiel also in die lange Zeit des Lockdowns, ist das richtig?

Ja, absolut! Ich hatte das Bedürfnis, aus den vier Wänden meines Hauses rauszugehen, und so begann ich, meine Freunde, Künstler*innen und Künstler*innenkollegen zu kontaktieren, mit denen ich eine kognitive Affinität verspüre. Es entstanden sofort konstruktive Kontakte zu den beiden Absolventen der Accademia Dimitri: Michele Rezzonico, Schauspieler, und David Labanca, Regisseur des Stücks und wichtige externe und objektive Figur.

„Ist „Immortalia – Oltre l’uomo“ das Ergebnis  eurer gemeinsamen Arbeit?

Nein, und das möchte ich klarstellen. Dies ist die Masterarbeit, die Michele Rezzonico für sein letztes Studienjahr an der Accademia Dimitri im Jahr 2019 erstellt hat, als niemand auch nur im Entferntesten an das Thema dachte. Das Stück „Immortalia –  Oltre l’uomo“ ist sehr zeitgemäß und regt in der heutigen Zeit sehr zum Nachdenken an.


„Immortalia – Oltre l’uomo“ – Una pièce teatrale unica nel suo genere per l’argomento trattato e le attuali domande che emergono spontanee ovvero: cosa siamo disposti a sacrificare per il progresso? La Natura sacra dell‘ „uomo“? In nome dello sviluppo tecnologico siamo davvero disposti a diventare degli uomini cybors? In sintesi  è ciò che con molta incidenza i due protagonisti, Michele Rezzonico, Ettore Chiummo e la regia di Davide Labanca hanno sapientemente portato in scena.

La loro dizione, la loro vocalità ben intonata e schietta, la loro mobilità disinvolta sul palco quali buoni danzatori, hanno dato prova delle loro competenze sceniche e delle loro capacità di convincimento; la loro produzione è stata sintetica, semplice ma molto efficace, nonostante il tema potesse risultare difficile e complicato da esporre. Due artisti indipendenti della scena italo-svizzera, entrambi diplomati all’Accademia Teatro Dimitri che hanno deciso di creare insieme uno spettacolo che ha fatto luce sul pericolo di voler sostituire „l’uomo a dio“. Far luce sul pericolo di perdere il controllo della tecnologia che invece di servire l’uomo lo renda schiavo. L’essere stati abili, capaci di rendere la pièce divertente nonostante la  drammaticità che questa realtà potrebbe avverarsi se non decidiamo di  voler essere umani sacri.

Intervista da Manuela Rigo ad Ettore Chiummo, attore e performer

Come nasce Ettore come artista e come mai in Ticino?

I miei genitori sono stati dei cantanti lirici ed ora insegnano a Firenze, dove anch’io risiedo alternando il mio domicilio in Ticino. Sono nato a Pescara  e poi trasferito a Firenze con la mia famiglia, dove ho frequentato il Liceo Classico. Nel frattempo coltivo la passione per la musica ed imparo a suonare il contrabbasso per poi passare al basso elettrico. Seguo anche dei corsi di danza e frequento vari laboratori coreografici, dei workshops un pò ovunque nell’Italia del Nord, una volta terminati gli studi, nel 2015.

È allora che sento nel mio profondo che il mio percorso sarà orientato nell’ambito dell’arte e dopo aver superato l’audizione vengo ammesso all’Accademia Dimitri di Verscio nel 2016 dove concludo la mia formazione scenica, nel 2019.  Ecco perché in Ticino.

Cosa ti ha fatto decidere di frequentare l’Accademia Dimitri?

Dopo svariate frequentazioni ai laboratori coreografici, ai workshop un po‘  in tutta la penisola italiana, vengo a conoscenza della possibilità di presentarmi all’Audizione dell’Accademia Dimitri, soprattutto perché avevo precedentemente deciso che la mia strada sarebbe stata sulla scena del teatro; così sono arrivato in Ticino.

È allora che sento nel mio profondo che il mio percorso sarà orientato nell’ambito dell’arte e dopo aver superato l’audizione vengo ammesso all’Accademia Dimitri di Verscio nel 2016 dove concludo la mia formazione scenica, nel 2019.  Ecco perché in Ticino.

Qual’è l’esperienza in Accademia Dimitri che ti ha fatto maturare come artista?

È quando ho avuto l’occasione di conoscere il maestro Claudio De Maglio dell’Accademia di Arte Drammatica „Nico Pepe“ di Udine (Italia); dopo essermi diplomato all’Accademia Dimitri seguo il maestro all’Accademia  „Nico Pepe“ e frequento i suoi insegnamenti fino al 2020, prima in presenza e a causa della crisi sanitaria Covid-19,  in remoto.

Sentivo la necessità di andare oltre le quattro mura domestiche e quindi inizio a contattare i miei amici, artisti e compagni d’arte, con i quali sento di avere un’assonanza cognitiva.

Quindi la creazione della pièce teatrale „Immortalia, Oltre l’Uomo“ nasce durante il lungo periodo di chiusura pandemica, è così?

Assolutamente sì! Sentivo la necessità di andare oltre le quattro mura domestiche e quindi inizio a contattare i miei amici, artisti e compagni d’arte, con i quali sento di avere un’assonanza cognitiva. I contatti con Michele Rezzonico, attore e performer diplomatosi all’Accademia Dimitri e quello di David Labanca, anch’egli diplomatosi all’Accademia Dimitri, quale regista della pièce e importante figura esterna e obiettiva, sono stati immediati e costruttivi.

„Immortalia, Oltre l’Uomo“ è la creazione del vostro lavoro insieme?

No, e ci tengo a precisarlo. È il lavoro di Master che Michele Rezzonico ha prodotto per il suo ultimo anno di studi presso l’Accademia Dimitri, nel 2019, in tempi non sospetti. Dico in tempi non sospetti poiché la pièce „Immortalia, Oltre l’Uomo“ è molto attuale e fa riflettere molto in questo tempo presente.

Performing Arts Practice in Conflict Zones – Theater des Austauschs

Text von Ettore Chiummo

„Und so habe ich entschieden“ – Es sind nun mehr als drei Jahre seit dem ersten Alarm auf dem Fischmarkt von Wuhan vergangen, ein Ereignis, das das Leben aller Menschen grundlegend verändert hat. Der Übergang von der alten zur neuen Welt hat sich übermenschlich beschleunigt, und mit ihm haben sich die Gräben innerhalb der globalen Gesellschaft vertieft, was zu noch mehr bewaffneten oder subtileren Konflikten geführt hat. Aus diesem und anderen Gründen beschloss ich an jenem Wintermorgen des Jahres 2022, als ich auf der kalten Veranda des Cafés saß, dass mich der Vorschlag von Daniel Bausch interessierte. Als Leiter der Weiterbildung an der Accademia Dimitri schlug er mir vor, an der nächsten Ausgabe des CAS (Certificate of Advanced Studies) in Performing Arts in Conflict Zones teilzunehmen.

Der Übergang von der alten zur neuen Welt hat sich übermenschlich beschleunigt, und mit ihm haben sich die Gräben innerhalb der globalen Gesellschaft vertieft, was zu noch mehr bewaffneten oder subtileren Konflikten geführt hat.

Was ist CAS PAC 3?

Es handelt sich um einen Studiengang, der Kulturschaffende ausbilden soll, die mit Hilfe des Theaters in Konfliktkontexten agieren können. Der Studiengang besteht aus vier Modulen, von denen drei in der Schweiz stattfinden und eines in einem geografischen Gebiet, das weit von unserer Komfortzone entfernt ist. Die ersten beiden Module dienen der Vorbereitung, das dritte beinhaltet eine dreiwöchige Felderfahrung und das vierte ist eine Reflexion über die Praxis. Die beiden vorangegangenen Ausgaben fanden im irakischen Kurdistan, in Maxmûr, statt. Die Dozentin Anina Jendreyko ist mit diesem Ort und der kurdischen Bevölkerung vertraut, die sich seit Jahrzehnten gegen die ständigen Angriffe und Übergriffe der mit der Türkei verbündeten Regierungen wehrt. Der Krieg ist latent vorhanden und kann jederzeit wieder aufflammen: Gerade diese Unvorhersehbarkeit ist ein Merkmal einer Konfliktzone, und deshalb ist es wichtig, „völlig offen“ zu bleiben, bereit, Pläne zu ändern. Leider hat Erdoğan im Vorfeld der Wahlen neue Angriffe auf ganz Kurdistan gestartet, die auch Maxmûr betrafen, so dass es nicht möglich war, dorthin zu fahren. Unser Ziel war stattdessen Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens, ein ganz anderes Land, das sich jedoch in einer ähnlich heiklen Situation befindet.

Daher haben die Menschen ein großes Bewusstsein entwickelt für die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und die Notwendigkeit, sie zu teilen. Ein Gedanke, der mir und meinen europäischen Kollegen auch beim Duschen und Essen nicht erspart geblieben ist.

Der Konflikt in Äthiopien

Die Gesichter, die man in den Straßen von Addis Abeba vorbeiziehen sieht, verraten das Zusammenleben einer Vielzahl verschiedener ethnischer Gruppen, und es ist überraschend zu erfahren, dass auf äthiopischem Boden über achtzig Sprachen gesprochen werden. Die Religion ist ein fester Bestandteil des täglichen Lebens, und die am weitesten verbreiteten Konfessionen sind das äthiopisch-koptische Christentum und der Islam, und zwar in gleicher Zahl. All diese innere kulturelle Vielfalt macht Äthiopien zu einem Land von unermesslichem Reichtum, aber auch von großen Konflikten. Zu den verheerendsten gehört der Konflikt, der 2020 in Tigray zwischen der Volksbefreiungsfront von Tigray und dem derzeitigen Präsidenten Abiy Ahmed ausbrach. Mit mehr als 800 000 Toten hat er das Leben des ganzen Landes beeinflusst, auch wenn er nur in einem begrenzten Gebiet ausgetragen wurde. Addis Abeba war nie direkt betroffen, so dass der Krieg weiter weg zu sein schien, als er tatsächlich war. Stattdessen wurden wir Zeugen eines anderen, sehr offensichtlichen Dramas: der Armut. Straßen, in denen es von hungrigen und durstigen Bettlern wimmelt, enge Häuser für große Familien, der abgrundtiefe Prostitutionsring… Dies ist eine Realität, die das Leben aller Menschen durchdringt und mit der sich jeder täglich auseinandersetzen muss. Daher haben die Menschen ein großes Bewusstsein entwickelt für die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und die Notwendigkeit, sie zu teilen. Ein Gedanke, der mir und meinen europäischen Kollegen auch beim Duschen und Essen nicht erspart geblieben ist. Generell ist das Teilen ein fester Bestandteil der hiesigen Lebensweise, und der Gemeinschaftssinn ist viel stärker ausgeprägt als in Europa heutzutage. Das haben wir von den ersten Tagen mit unseren neuen Freunden vom Zirkus Fekat an gespürt.

Diese jungen Zirkusprofis hatten nämlich noch nie die Gelegenheit gehabt, Theater zu studieren, denn obwohl sie sich gerne darin versuchen wollten, gibt es in Äthiopien fast keine Ausbildung in diesem Bereich.

Lernen, sich auszutauschen

Neben den europäischen Teilnehmern gehören zum CAS auch Einheimische, in diesem Fall junge Zirkuskünstler, die beim Zirkus Fekat lernen, trainieren und auftreten. Es handelt sich um einen sehr aktiven Zirkus, der vor fünfzehn Jahren von dem gerade 18-jährigen Akrobaten Dereje Denge gegründet wurde. Von ihm und all unseren neuen Freunden lernten wir eine andere Art, die Welt zu betrachten, zu teilen, zu essen, zu feiern und zu tanzen. Andererseits brachten wir auch unser eigenes kulturelles Gepäck mit und vor allem das, was Dereje von uns verlangte: Theater. Diese jungen Zirkusprofis hatten nämlich noch nie die Gelegenheit gehabt, Theater zu studieren, denn obwohl sie sich gerne darin versuchen wollten, gibt es in Äthiopien fast keine Ausbildung in diesem Bereich. So verbrachten wir unsere Tage mit Theater, boten mehrere Ad-hoc-Trainingseinheiten an und erarbeiteten ein Stück, das dreimal aufgeführt wurde und im Repertoire des Zirkus Fekat geblieben ist. Durch die Theaterübungen am Anfang und die gemeinsamen Pausen und Freizeiten später lernten wir uns kennen und konnten uns verständigen, denn nicht nur war Englisch nicht immer die gemeinsame Sprache, sondern auch unsere Verhaltensmuster waren sehr unterschiedlich.

Eine multikulturelle Gesellschaft ist nicht gleichbedeutend mit Gleichberechtigung, solange das interkulturelle Denken nicht verinnerlicht ist. Die Unterschiede zwischen sich und dem anderen zu respektieren, sie zu akzeptieren, ohne sie zu verstecken, und zu lernen, mit ihnen auf beiden Seiten umzugehen, ist der erste Keim des Friedens.

In der Schweiz wäre es zum Beispiel undenkbar, dass eine Person, die man gerade erst kennengelernt hat, einem Goursha anbietet, also direkt aus der Hand füttert. Wir würden eine solche Geste den Eltern oder vielleicht der Intimität des Paares vorbehalten… Elemente wie diese bereicherten die theatralische Inszenierung, die vollständig in einen äthiopischen Kontext eingebettet war und einen Verhaltenskodex bildete, der für uns alle lesbar war. Das ist die Bedeutung der Interkulturalität, d. h. des gleichberechtigten Austauschs zwischen verschiedenen Kulturen, der die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und die Lösung möglicher Konflikte schafft. Eine multikulturelle Gesellschaft ist nicht gleichbedeutend mit Gleichberechtigung, solange das interkulturelle Denken nicht verinnerlicht ist. Die Unterschiede zwischen sich und dem anderen zu respektieren, sie zu akzeptieren, ohne sie zu verstecken, und zu lernen, mit ihnen auf beiden Seiten umzugehen, ist der erste Keim des Friedens.

Sie erinnerten mich daran, dass ich weder ein Siedler noch ein Missionar sein will, sondern ein Theatermacher, der im Namen der Interkulturalität gelernt hat, Konflikte mit Hilfe des Theaters zu bewältigen.

Widersprüche akzeptieren

Raum für Unterschiede zu schaffen bedeutet auch, die großen Widersprüche anzuerkennen, die bei einer solchen Arbeit auftreten können. Ich musste lernen, meine soziale Stellung, meine Herkunft und meine Geschichte zu akzeptieren. Für mich als Italiener war die Konfrontation mit der kolonialen Vergangenheit meines Landes ein großer Schlag ins Gesicht. In den italienischen Schulen wird sie mit einer erschreckenden Oberflächlichkeit behandelt. Italien hat im letzten Jahrhundert zweimal versucht, in Äthiopien einzumarschieren, und obwohl die Äthiopier stolz darauf sind, das einzige afrikanische Land zu sein, das niemals kolonisiert wurde, hatte die faschistische Besetzung verheerende Auswirkungen. Als ich vor der St.-Georgs-Kirche stand, einem Denkmal des äthiopischen Widerstands, konnte ich nicht anders, als mich mitverantwortlich zu fühlen für all die Konflikte, die Äthiopien von der italienischen Invasion bis heute blutig gemacht haben. Doch von all diesen Gedanken konnte ich nur Notiz nehmen, die Widersprüche zwischen meinen guten Absichten und der Geschichte akzeptieren. Ohne sie zu ignorieren, sondern um sie zu beobachten. Sie erinnerten mich daran, dass ich weder ein Siedler noch ein Missionar sein will, sondern ein Theatermacher, der im Namen der Interkulturalität gelernt hat, Konflikte mit Hilfe des Theaters zu bewältigen.

Das Bewusstsein des Theaterspiels schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich ein Raum für Kommunikation und Zuhören öffnet, wesentliche Elemente der Konfliktlösung. Diese transformative Fähigkeit des Theaters bringt unsere innersten Ressourcen an die Oberfläche, von denen wir nicht dachten, dass wir sie haben, und die es uns ermöglichen, in schwierigen Situationen neue Lösungen zu finden.

Warum Theater?

Bekanntlich basiert jedes Theater auf Konflikten, und gerade deshalb ist es ein außergewöhnliches Mittel, mit ihnen umzugehen. Das Spiel (to play, jouer, Spielen), ein Duell mit Messern oder Worten, erlaubt es uns, Konflikte mit Leichtigkeit anzugehen und auch schwerere und sogar traumatische Themen mit großer Freiheit zu berühren. Das Bewusstsein des Theaterspiels schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich ein Raum für Kommunikation und Zuhören öffnet, wesentliche Elemente der Konfliktlösung. Diese transformative Fähigkeit des Theaters bringt unsere innersten Ressourcen an die Oberfläche, von denen wir nicht dachten, dass wir sie haben, und die es uns ermöglichen, in schwierigen Situationen neue Lösungen zu finden. Ein Weg, an dem auch das Publikum während der Aufführungen teilnimmt, vor allem, wenn sie, wie in unserem Fall, einen partizipativen Schluss im Sinne des Forumtheaters haben. Wie an diesem Tag in Addis Guzo, einem Hilfszentrum für behinderte Menschen, die in Äthiopien ein Leben in extremer Not führen. Zu sehen, mit welchem Engagement diese Menschen an der Abschlussdiskussion teilnahmen und aktiv ihre Meinung in dieser nicht privilegierten Gemeinschaft einbrachten, war der größte Motivationsschub, den ich für die Fortsetzung dieser Arbeit erhalten konnte. So bleibt mir nur zu hoffen, dass das Theater für seine unbestreitbare Wirksamkeit als Instrument zur Bewältigung der prekärsten Situationen anerkannt wird, auch in Europa. Zu lernen, Unterschiede zu respektieren, ist für mich der Schlüssel zum Aufbau einer friedlicheren Zukunft, und ich glaube, dass wir alle, abgesehen von Utopien, heute das Bedürfnis danach verspüren. Was wir in diesen drei Wochen in Addis Abeba mit den Jungen und Mädchen des Fekat-Zirkus geschaffen haben, ist der Beweis dafür.

Mitmachen: Ausschreibung Schweizer Preise Darstellende Künste 2023

Die nächsten Anmeldungen zum «June Johnson Newcomer Prize», zur Tanzproduktion 2023 und zum Kulturerbe Darstellende Künste können vom 26. September bis zum 24. Oktober 2023 auf der Förderplattform (FPF) des BAK eingereicht werden.

 

 

Showbiz – Neid, Missgunst & Eifersucht?

Neid, ob aktiv oder passiv erlebt, gehört es scheinbar zum Menschsein. Wir vergleichen uns, vergleichen andere, bewerten, tratschen, als sei dies ganz normal. Besonders stark spürt man das in den Bühnenkünsten. Ich frage mich, ob dies ein natürlicher Prozess ist oder ob wir dies von unseren Mitmenschen übernommen haben.

Text: Stefanie Gygax, professionelle Sängerin & Schauspielerin

Meine erste bewusste Erfahrung mit Konkurrenz fand im Ballettunterricht statt. Die kleine Steffi musste sich während des kompletten Trainings im Spiegel betrachten, um Fehlhaltungen zu korrigieren. Natürlich fing ich da auch an, die anderen Mädchen zu beobachten. Wer hat die schöneren Beine, welche hat den grösseren Bauch oder die schöner gestreckten Füsse? Ein Thema, welches wohl die meisten Tänzerinnen ein Leben lang quält, auch wenn diese schon längst nicht mehr auf der Bühne stehen.

Interessanterweise habe ich mich in der Schule nie mit Anderen verglichen, weil es mir dort wahrscheinlich nicht wichtig erschien. Aber meine Mitschülerinnen fanden immer etwas an mir auszusetzen. Entweder war ich als Streberin aufgrund guter Noten verachtet oder war Aussenseiterin, weil ich keine Lust hatte auf Befehle von sogenannten Gruppenführern einzugehen. Aber weshalb? Ich hatte doch nichts falsch gemacht … Damals verstand ich das alles nicht.

Rückblickend betrachtet musste ich schon früh lernen, mit Kritik umzugehen, ob im Ballettunterricht oder in der Schule. Mir wurde schon früh gezeigt, wenn ich meinen eigenen Weg gehen will, gehört Neid und Konkurrenz wohl dazu.

Wenn ich erwachsen bin …!

Als Kind dachte ich immer: „Ich freue mich schon, wenn ich erwachsen bin, dann hören alle diese Intrigen, mit Missgunst und Gruppenanführern auf, weil die Erwachsenen ja vernünftig sind.“ – Tja, ich glaube, an dieser Stelle schmunzeln wir alle, weil ich eines „Besseren“ belehrt worden bin.

Meine ersten Erfahrungen auf der Bühne hatte ich bereits mit 9 Jahren. Man liess mich lange Zeit in Ruhe, weil ich meistens die Jüngste war und fühlte mich nicht zuletzt aus diesem Grund auf der Bühne immer frei und unbekümmert. Es war und ist für mich immer noch ein Ort, an dem ich mich zu Hause fühle, weil ich so sein darf wie ich bin, mit all meinen Facetten. Ich darf vor Glück schreien, vor Wut stampfen und vor Trauer zusammenbrechen, ohne dass sich jemand daran stört … im Gegenteil!!!

Warum ist das so? Warum wird der Mensch dazu angehalten, im Alltag seine Emotionen zu zügeln und sich anzupassen? Damit sich alle wohlfühlen? Anscheinend ist das ja nicht der Fall. Die Menschen suchen stattdessen Hobbys, um sich auszupowern, bekommen psychische Störungen oder werden kriminell und krank.

Konkurrenz und Neid beginnen im Alltag, nur wird es im Theater klarer sichtbar. Wer hat die bessere Stimme? Wer hat den schöneren Körper? Wer interpretiert die Rolle am authentischsten? Wir werden jeden Tag in Schubladen gesteckt und wenn mal jemand kommt, der in keine Schublade passt, ist das eine komische Person und man möchte doch lieber mit jemandem zusammenarbeiten, den man (ein-) schätzen kann.

Seid echt und empathisch!

Ich ermutige euch dazu liebevoll anders zu sein, steht zu euren Schwächen, hinterfragt Stereotypen, seid stolz auf die Leistung, ohne dafür andere abzuwerten, denn nur so fällt ihr auf … und das wäre doch eigentlich ein so wichtiger Teil des Showbiz? Aber es gibt Kolleg“innen wollen ja gar nicht, dass man auffällt, weil sie dadurch mehr Schatten abbekommen. Diese Personen gibt es immer und überall. Lasst euch davon nicht entmutigen oder gar einschüchtern! Die schwarzen Schafe sind überall, aber was wir im Showbiz brauchen sind Schafe in verschiedenen Farben! Ich bitte euch, kreiert eure ganz eigene Farbe und akzeptiert die Anderen so wie sie sind. Denn was wir auf dieser Welt am meisten brauchen, ist bedingungslose Liebe.