Figura Theaterfestival 2022: Vielseitiges Programm und inklusives Festival

Das Programm der fünfzehnten Ausgabe des Figura Theaterfestivals ist komplett! Vom Dienstag, 21. bis Sonntag, 26. Juni 2022 werden 30 Produktionen aus 14 Ländern gezeigt.

Nach zwei Jahren Pandemie ist es wieder möglich, eine reguläre Durchführung des Festivals anpeilen zu können. Trotzdem heisst das nicht, dass die Leitung des Festivals einfach so zur «Normalität» zurückkehren kann, wie Irène Howald und Eveline Gfeller betonen:

«Viel ist passiert seit unserem letzten realen Treffen im echten Figurentheater. Und jetzt ist Krieg in Europa. Gerade jetzt wollen wir festhalten an unserem Vertrauen in die Wirksamkeit dieses einzigartigen gemeinsamen Moments im Theater. Und gerade jetzt freuen wir uns noch inniger auf das Treffen mit Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Kanada und Australien, auf die Begegnung mit unserem Publikum, auf diese grosse verbindende Energie, die die Vorbereitung und Durchführung von FIGURA in unserem Team verbreitet.»

Für die grosse Masse und für ganz wenig Publikum Nicht zuletzt wegen der speziellen Umstände durch die Pandemie sind in den letzten zwei Jahren viele Produktionen für wenig Publikum entstanden. Deshalb stehen dieses Jahr viele Stücke auf dem Programm, die im kleinsten Rahmen stattfinden: «ReFlex» und «The Kiss» schaffen sehr intime Theater-Erlebnisse für jeweils nur 1 Person.

Nebst dem eingangs erwähnten «Human Body Parts» gibt es zwei weitere Produktionen im Öffentlichen Raum und für eine (nahezu) unbeschränkte Publikumszahl: die poetischen Roboter in der Installation «Animaltroniek: Air» (Mi 22. & Do 23. Juni) sowie die actionreiche Achterbahn «PolderCoaster» (Fr 24. & Sa 25. Juni), beide zu erleben auf dem Unteren Bahnhofplatz.

Ebenfalls viel Publikum erwarten wir bei unserem in jeder Hinsicht gewaltigen Eröffnungsstück «Moby Dick», in dem nicht weniger als 50 Puppen, 7 Spieler:innen und 3 Livemusiker:innen die berühmte Abenteuergeschichte von der Jagd auf einen weissen Walfisch erzählen. Regisseurin Yngvild Aspeli war 2012 für den Grünschnabel nominiert, 10 Jahre später ist sie nun mit der gefeierten Grossproduktion «Moby Dick» auf internationaler Tournee und macht auf dem Rückweg von Charleston (USA) über Oslo (NOR) nach Frankreich in Baden Halt.

Sieben Literaturklassiker

Nebst «Moby Dick» gibt es dieses Jahr noch weitere Literaturklassiker auf der Bühne. «Macbeth muet» und «Theatrum Mundi» beschäftigen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Stoffen von Shakespeare – die einen ohne Worte dafür in rasendem Tempo, die anderen enthüllen, inspiriert von Jacques’ Monolog in «Wie es euch gefällt», im Bauch einer Schwangeren einen barocken Mikrokosmos. Zudem warten das Festival mit einer Miniatur-Version von Mary Shelleys «Frankenstein» auf, die dazu einlädt, sich über die menschlichen Grenzen Gedanken zu machen. Für eine jüngeres Publikum eignen sich die Umsetzungen des berühmten tschechischen Märchens «O jako Otesánek – O wie kleiner Otik» (ab 8 Jahren), des preisgekrönten Comics «Un océan d’amour» (ab 7 Jahren) und – natürlich! – von «Pinocchio» (ab 6 Jahren).

Faszination für jedes Alter

Alle 30 Produktionen im FIGURA-Programm richten sich an ein erwachsenes Publikum, auch wenn rund die Hälfte davon unter dem Label «Figura Famiglia» laufen und somit für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen geeignet sind. Eines dieser Stücke ist «Rue d’Orchampt», das an drei Tagen im Bauernhaus Turgi alle ab 6 Jahren verzaubern wird. Das Publikum kann sich frei bewegen und entdeckt dabei eine magische Welt vor und hinter den Kulissen. Ein einmaliges Erlebnis für Gross und Klein! Und in «Chüssi» (ab 2 Jahren) nehmen eine Tänzerin und ein Musiker ohne Worte die Allerkleinsten und alle anderen mit auf eine Entdeckungstour.

Inklusion

FIGURA bemüht sich um ein möglichst breites Angebot für ein vielfältiges Publikum. Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Beeinträchtigungen soll der Zugang zum Programm ermöglicht oder erleichtert werden. Mit dem Release einer neuen, barrierefreien Website, haben wir dieses Jahr einen weiteren Schritt hin zu mehr Inklusion gemacht.

Manche Stücke werden übertitelt, viele sind ohne Sprache und deshalb auch ohne akustische Signale verständlich. Explizit in Gebärdensprache übersetzt werden die drei Produktionen «Goodbye Herr Muffin», «Kaffee mit Zucker» und «Körperwissen» sowie die Festivaleröffnung und die Grünschnabel-Verleihung. Bei «Moby Dick» wird eine Audiodeskription angeboten. Die meisten Spielstätten in Baden sowie das Bauernhaus Turgi sind ganz oder teilweise rollstuhlgängig.

Medienmitteilung Taskforce Culture (D/I/F)

Medienmitteilung der Taskforce Culture vom 17. Juni 2022

Zum Ende der Sommersession: Ein Ausblick auf die Herausforderungen im Kultursektor

Am 17. Juni geht die Sommersession zu Ende, ohne dass die nach wie vor spürbaren Auswirkungen der Pandemie auf die Kultur traktandiert waren. Bereits Ende Juni laufen die Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende und Kulturunternehmen, die Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich sowie der Corona-Erwerbsersatz aus: mit Blick auf die nach wie vor noch nicht wieder erreichte Normalität im Kultursektor ein fragwürdiges Signal. Die noch bis Ende Jahr laufende Nothilfe von Suisseculture Sociale und die Unterstützung von Transformationsprojekten können die weiterhin angespannte Situation nicht vollständig ausgleichen. Der Schutzschirm für Publikumsanlässe wurde zwar bis Ende Jahr verlängert, die Verordnung wird aber nicht von allen Kantonen umgesetzt.

 

Comunicato stampa di Taskforce Culture del 17 giugno 2022

Termina la sessione estiva: uno sguardo alle sfide del settore culturale

Il 17 giugno si concluderà la sessione parlamentare estiva, ma dal suo ordine del giorno sono mancati gli effetti ancora evidenti della pandemia sul mondo della cultura. Alla fine di giugno i sostegni per gli operatori e le imprese culturali, gli aiuti finanziari per le associazioni amatoriali e l’IPG Corona verranno a decadere: un segnale discutibile se si considera che, nel settore culturale, si è ancora lontani dal ritorno alla normalità. Fino alla fine dell’anno si potrà ancora contare sugli Aiuti di emergenza erogati da Suisseculture Sociale e sul sostegno ai Progetti di ristrutturazione, tuttavia queste misure non possono, da sole, compensare del tutto la crisi che attanaglia il settore. Anche lo scudo protettivo è stato prorogato fino alla fine dell’anno, ma la direttiva non viene applicata in tutti i cantoni.

 

Communiqué de presse de la Taskforce Culture du 17 juin 2022

Aperçu des défis du secteur culturel à la fin de la session d’été

La session d’été s’est achevée le 17 juin sans que les effets, toujours perceptibles, de la pandémie sur la culture aient été mis à l’ordre du jour. Dès la fin du mois de juin, les indemnisations pour perte financière pour les artistes et les entreprises culturelles, les aides financières pour les associations culturelles amateurs, et l’allocation perte de gain sont supprimées : au vu de la situation qui n’est toujours pas revenue à la normale, c’est un mauvais signal. L’aide d’urgence de Suisseculture Sociale et le soutien des projets de transformation, qui restent en cours jusqu’à la fin de l’année, ne peuvent pas compenser entièrement la situation toujours tendue. De même, alors que le parapluie de protection a été prolongé jusqu’à la fin de l’année, tous les cantons n’appliquent pas l’ordonnance.

 

 

Bessere Löhne statt höheres Rentenalter!

Warum gibt es die Frauen-Rentenlücke? Die tieferen Löhne, Teilzeitpensen und unbezahlte Pflege- und Care-Arbeit führen zur heute skandalös schlechten Rentensituation der Frauen. Obwohl auch Frauen ihr Leben lang arbeiten, beziehen sie im Alter oft viel zu tiefe Renten. Das muss sich ändern!

Wir sagen NEIN zu AHV 21

Das Komitee der Frauenrente äussert sich dazu folgdendermassen: „Trotz riesigem feministischem Engagement hat das Parlament mit AHV 21 eine einseitige Abbauvorlage auf Kosten der Frauen beschlossen. Ein Jahr länger arbeiten, ohne auch nur einen Schritt in Richtung Gleichstellung oder Lohngleichheit zu tun. Nicht mit uns! Der Aufschrei gegen diese ungerechte Abbauvorlage war gross. Appell, Demonstration und zuletzt das Referendum, das wir mit dreimal mehr Unterschriften als nötig eingereicht haben. Am 25. September stimmen wir darüber ab und sagen NEIN zu AHV 21, denn: 

Es werden 7 Milliarden einseitig bei den Frauen eingespart! 

Die Renten der Frauen reichen schon heute nur knapp zum Leben! 

AHV 21 ist nur der erste Schritt : Bundesrat und Parlament planen schon Rentenalter 67 für alle! 

 

Alle Infos zu AHV 21 und Möglichkeiten, sich zu wehren hier.

 

Aktuelles zu Machtmissbrauch an Institutionen

Bühne und Missbrauch haben eine lange, geteilte Geschichte. Die Ursachen können sowohl einfach Leistungswah oder aber eine stalinistische Hierarchie sein. In den aktuellen Fällen scheinen sich diese beiden Sachen zu mischen. Eine Übersicht.

Nach wie vor ist Machtmissbrauch und Übergriffe am Arbeitsplatz in den darstellenden Künsten eine hochaktuelle Thematik. Hierzu empfehlen wir den SRF-Beitrag „Du siehst aus wie ein tanzender Hamburger“ über die Tanzakademie Zürich, die unter dem Dach der ZHDK unterrichtet, vom 2. Juni und zusätzlich den persönlichen Beitrag der deutschen Schauspielerin Mareile Blendl mit dem Titel „Herr Peymann, nehmen Sie das zurück! Eine Intendantenbeschimpfung“, in dem anschaulich ein Fall beschrieben wird.

 

Konzeptförderung Stadt Zürich: Mitmachen!

Bis zum 30 Juni läuft die Eingabefrist zur Gesuchseingabe der Konzeptförderung Stadt Zürich. Auf der Website finden sich alle wichtigen Informationen.

Am Mittwoch, 15. Juni 2022 von 9.30h bis 11h findet hierzu ein Info-Anlass zum Finanzformular 2- und 4-jährige Konzeptförderung per Zoom ein. Nach einem Input mit konkretem Anschauungsbeispiel im Ausfüllen des Finanzformulars können Gesuchsteller*innen Fragen stellen.

https://us02web.zoom.us/j/89273225483?pwd=MEJRdHhwd0NrM0QrcG55anlKSUZFdz09

Meeting-ID: 892 7322 5483 / Kenncode: 540327

Vor der Gesuchsstellung ist es wichtig, die zur Verfügung gestellten Unterlagen – insbesondere die Infoblätter – genau durchzulesen, darin wird alles wichtige u.a. zu den Rahmenbedingungen, dem Vergabeverfahren und den benötigten Unterlagen beschrieben. Weitere Fragen werden im FAQ beantwortet. Zudem sind weitere schriftliche und mündliche Rückfragen bei der Dienstabteilung Kultur möglich (Ressorts  Tanz und Theater: 044 012  34 09). Anfragen für Sprechstunden können per Mail an Tanztheaterfoerderung@zuerich.ch gesendet werden.

Am 18. Mai 2022 fand in der Gessnerallee ein Szene-Treff, organisiert von t. Zürich, statt. Bei diesem Anlass wurde seitens Stadt Zürich Kultur zur Gesuchstellung informiert, und es konnten offene Fragen beantwortet werden. Auf der Website von t. findet sich das entsprechende Protokoll.

Das Gesuchsportal für die online Gesuchseingabe schliesst am Donnerstag, 30. Juni um 23.59h. Es empfiehlt sich, die Gesuchseingabe frühzeitig zu tätigen.

„La nuova generazione di ballerini“

Mamu Tshi (30 anni, Congolese, vive a Losanna, dove collabora con il Théâtre Sévelin 36), Dickson Mbi (36 anni, Camerunense, cresce e studia a Londra, si esibisce con artisti di eccezione come Robbie Williams), Joy Ritter (39 anni, Californiana, di origini filippine, cresce e studia a Freiburg im Breisgau, lavora per compagnie come Akram Khan, e Cirque du Soleil) sono le tre star della serata. Proponendo 3 assoli autocoreografati, completamente differenti, in stile tecnica e anima: krumping per Mamu Tshi nell’assolo „L’Héritière”, popping per Dickson Mbi in „Duende“, mix di voguing, danze popolari filippine e formazione classica per Joy in „BABAE“. Tutti alla ricerca del nuovo, fuori dagli schemi delle loro tecniche di nascita, per trovare il proprio stile contemporaneo: lo stesso Akram Khan li definisce „the new generation of dancers“.

 

Intervista di Lilly Castagneto

Spettacolo di altissima qualità, curato da Akram Khan e prodotto da Farroq Chaundhry, appartenente alla biennale STEPS: il festival della danza del Percento culturale Migros, che muove i suoi fili in tutta la Svizzera, in stand by dal 1988. STEPS torna in scena con una serie di spettacoli di danza contemporanea e attività coreutiche di eccezione. Con una durata di circa 4 settimane, anche quest’anno ha fatto sold out in quasi in tutti i teatri, proponendo étoile nazionali ed internazionali.

Cos’è STEPS per te, Claudia Toggweiler?

Claudia Toggweiler (la road manager di STEPS): Il festival di danza STEPS permette di assistere a produzioni straordinarie in circa 38 località della Svizzera. Per noi è particolarmente emozionante osservare le diverse reazioni del pubblico. Soprattutto in Ticino e nella Svizzera francese, il pubblico è molto entusiasta e caloroso.

Come ha reagito il pubblico a STEPS, Claudia?

Toggweiler: Il pubblico non vedeva l’ora di assistere nuovamente a spettacoli di danza sul palco, infatti, quasi tutti gli spettacoli erano sold out.

Cosa significa per te “Portraits in Otherness” e come nasce l’idea?

Dickson Mbi: Portraits è una fotografia del cuore pulsante di ogni persona, senza distinzione di colore, religione, origine o stile: siamo tutti la stessa cosa, la stessa essenza. L’idea nasce da Akram Khan e Farroq Chaundhry, per dare la possibilità a coreografi esordienti di andare in tour internazionali: così Amandine (Mamu Tshi) che è Svizzera ci ha voluto con lei in questa avventura.

Voi siete stars della danza di fama internazionale: sapete di esserlo?

Dickson: Non penso di essere una star, penso di essere una persona come tutte le altre, cerco di vivere seguendo i miei sogni. Ho una disciplina di vita molto rigida: yoga, pilates, tante ore di training, ascolto molto il mio corpo per non essere troppo stanco, ho una dieta salutare, la mia vita lavorativa é veramente molto rigida. Nel tempo libero mi piace guardare il calcio alla televisione, sono un tifoso della mia squadra, sono solamente un normalissimo uomo dell’est di Londra.

Joy Ritter: Studio molto, prendo tantissime lezioni di stile differente: classico, hip hop, contemporaneo, yoga, jogging. Sia fuori che sul palco, rimaniamo sempre artisti: nel tempo libero mi piace ballare, fuori nel parco, amo ballare, è il mio lavoro ma anche la mia passione, mi piace vivere nell’arte.

Quando avete capito che la danza sarebbe stata la vostra strada?

Dickson: A 18 anni non avevo mai ballato prima, sono andato in uno studio di danza e ho visto un gruppo di ragazzi che ballavano popping e ho detto wow, voglio fare questo della mia vita, quando avevo 22 anni, ho incontrato il maestro Stuart Thomas: mi ha insegnato come essere me stesso.

Joy: Da quando avevo 5 anni sapevo che avrei fatto la ballerina, non avrei potuto fare altro.

Quali consigli potete dare ai professionisti e ai giovani talenti?

Dickson: Per i professionisti dico andate avanti anche se a volte può sembrare duro, andate avanti, non abbandonate i vostri sogni; per i giovani rimanete concentrati, richiedete tanta disciplina a voi stessi, no bere, no droghe, no telefono tutto il giorno.

Joy: Rimanete focalizzati su ciò che amate fare, lo so che non è sempre facile, ma non distraetevi dal cammino che state percorrendo, non permettete che le distrazioni si impadroniscano di voi, non ascoltate i vostri dubbi, studiate, supportatevi e ispiratevi reciprocamente.

Come si possono supportare i giovani?

Dickson: Portateli a vedere spettacoli, dategli speranza quando ci sono le brutte giornate, cercate qualcuno che parli con loro.

Joy: chiedete feedback ai giovani, anche se non sono perfetti, credete in loro.

Come si ottiene un controllo perfetto del proprio corpo?

Joy: Allenamento e prove ogni giorno, almeno 7 ore, trovare la bellezza in se stessi, trovare la sicurezza in se stessi, ascoltare il proprio corpo.

Dickson: Per essere interessanti bisogna avere fiducia in se stessi: credere in se stessi, essere forti!

Come possiamo migliorare la situazione lavorativa dei ballerini?

Joy: Fare autopropaganda, parlare della danza, mostrate la vostra professionalità, non fate il vostro lavoro gratuitamente solo perché amate farlo, fatevi pagare sempre.

Dickson: E molto difficile far capire che il nostro è un vero lavoro, forse le nuove generazioni possono capire. Bisogna produrre spettacoli di ottima qualità, e migliorare sempre.

Amandine (Mamu Tshi, artista di Losanna): raccontaci di te.

Mamu Tshi: Io sono la figlia di mia mamma: da qui anche il mio nome d’arte Mamu Tshi, sono sempre in evoluzione. A 17 anni ho scoperto la danza e non avevo minimamente idea che sarebbe diventata la mia strada. Sono un’insegnante di inglese in una scuola superiore, perchè non riuscirei a mantenermi solo con il lavoro di ballerino, e non voglio privarmi di qualcosa, così lavoro duramente come insegnante e come ballerina.

Cosa puoi dire ai giovani talenti Svizzeri?

Mamu: Penso che il lavoro dei giovani artisti in Svizzera sia molto buono, perchè li vedo viaggiare, e quando tornano in Svizzera sono artisti migliori. È importante andare avanti con i propri progetti, vedo che c’è grande fermento, c’è voglia di nuovo, anche le istituzioni stanno capendo che la danza è più di un semplice balletto: la danza è cultura. Ci sono tantissimi talenti in Svizzera: viaggiate, studiate sempre di più, e tornate portando la vostra esperienza. In Svizzera, le istituzioni hanno investito molti soldi nella cultura.

Ringrazio Mamu Tshi, Dickson Mbi e Joy Ritter per il loro tempo, la loro passione e professionalità. Ringrazio Claudia Toggweiler e Gene Lou (tour manager per STEPS), per il loro sostegno ed organizzazione.

„Die neue Generation von Tänzer*innen“

Mamu Tshi (30 Jahre alt, Kongolesin, lebt in Lausanne, wo sie mit dem Théâtre Sévelin 36 zusammenarbeitet), Dickson Mbi (36 Jahre alt, Kameruner, aufgewachsen in London wo er auch studiert hat, tritt mit Ausnahmekünstlern wie Robbie Williams auf), Joy Ritter (39 Jahre alt, Kalifornierin, philippinischer Herkunft, aufgewachsen in Freiburg im Breisgau wo sie auch studiert hat, arbeitet für Kompanien wie Akram Khan und den Cirque du Soleil) sind die drei Stars des Abends. Drei selbst choreografierte Soli, völlig unterschiedlich in Stil, Technik und Seele: Krumping für Mamu Tshi im Solo „L’Héritière“, Popping für Dickson Mbi in „Duende“ und eine Mischung aus Voguing, philippinischen Volkstänzen und klassischem Training für Joy Ritter in „BABAE“. Sie alle sind auf der Suche nach Neuem, außerhalb ihrer angestammten Techniken, um ihren eigenen zeitgenössischen Stil zu finden: Akram Khan selbst nennt sie „die neue Generation von Tänzern“.

 

Interview von Lilly Castagneto

„Portraits in Otherness“ ist eine hochkarätige Performance, kuratiert von Akram Khan und produziert von Farroq Chaundhry, im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Tanzfestivals STEPS des Migros-Kulturprozent, das seit 1988 in der ganzen Schweiz unterwegs ist. STEPS kehrt mit einer Reihe von zeitgenössischen Tanzaufführungen und außergewöhnlichen choreografischen Aktivitäten zurück. Mit einer Laufzeit von rund vier Wochen ist es auch in diesem Jahr wieder in fast allen Theatern ausverkauft und zeigt nationale und internationale Stars.

Was bedeutet STEPS für dich, Claudia Toggweiler?

Claudia Toggweiler (Roadmanagerin von STEPS): Das Tanzfestival STEPS macht es möglich, aussergewöhnliche Produktionen an rund 38 Orten in der Schweiz zu sehen. Spannend für uns ist vor allem zu beobachten, wie die unterschiedlichen Reaktionen des Publikums ausfallen. Vor allem im Tessin und der Romandie sind die Zuschauer sehr enthusiastisch und warmherzig.

Wie hat die Öffentlichkeit auf STEPS reagiert, Claudia?

Toggweiler: Man spürt, dass sich viele danach sehnten, Tanz wieder live auf der Bühne zu sehen, und tatsächlich waren fast alle Vorstellungen ausverkauft.

Was bedeutet „Portraits in Otherness“ für dich und wie ist die Idee dazu entstanden?

Dickson Mbi: „Portraits in Otherness“ ist eine Abbildung des schlagenden Herzens eines jeden Menschen, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Herkunft oder Stil: Wir sind alle gleich, dieselbe Essenz. Die Idee stammt von Akram Khan und Farroq Chaundhry, um Nachwuchschoreographen die Möglichkeit zu geben, auf internationale Tourneen zu gehen. Amandine (Mamu Tshi), die Schweizerin, wollte, dass wir sie bei diesem Abenteuer begleiten.

Ihr seid international bekannte Tanzstars: Wisst ihr, dass ihr das seid?

Dickson: Ich glaube nicht, dass ich ein Star bin, ich glaube, ich bin ein Mensch wie jeder andere, ich versuche, meine Träume zu leben. Ich habe eine sehr strenge Lebensdisziplin: Yoga, Pilates, viele Stunden Training. Ich höre viel auf meinen Körper, damit ich nicht zu müde werde, ich ernähre mich gesund, mein Arbeitsleben ist wirklich sehr streng. In meiner Freizeit schaue ich mir gerne Fußball im Fernsehen an, ich bin ein Fan meiner Mannschaft, ich bin ein ganz normaler Mann aus Ost-London.

Joy Ritter: Ich lerne viel, ich nehme viele verschiedene Kurse: klassischer Tanz, Hip-Hop, Contemporary, Yoga und Jogging. Auf und abseits der Bühne bleiben wir immer Künstler: in meiner Freizeit tanze ich gerne, draußen im Park, ich liebe das Tanzen, es ist mein Beruf, aber auch meine Leidenschaft, ich lebe gerne mit der Kunst.

Wann wurde euch klar, dass der Tanz euer Weg sein würde?

Dickson: Ich entdeckte den Tanz erst mit 18 Jahren für mich. Ich ging in ein Tanzstudio und sah eine Gruppe von Jungs, die Popping tanzten, und ich sagte: „Wow, das will ich mit meinem Leben machen“. Als ich 22 war, traf ich den Meisterlehrer Stuart Thomas. Er brachte mir bei, mich selbst zu sein.

Joy: Ich wusste bereits im Alter von fünf Jahren, dass ich Tänzerin werden wollte.

Welchen Rat könnt ihr Berufstänzern und jungen Talenten geben?

Dickson: Den Berufstänzern sage ich: macht weiter, auch wenn es manchmal schwer erscheint, macht weiter, gebt eure Träume nicht auf und den jungen Talenten: bleibt konzentriert, verlangt viel Disziplin von euch selbst, kein Alkohol, keine Drogen, kein Telefon den ganzen Tag lang.

Joy: Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, aber lasst euch nicht von eurem Weg abbringen, lasst euch nicht ablenken, hört nicht auf eure Zweifel, lernt, unterstützt und inspiriert euch gegenseitig.

Wie können junge Menschen unterstützt werden?

Dickson: Sie zu Veranstaltungen mitnehmen, ihnen Hoffnung geben, wenn sie schlechte Tage haben, jemanden finden, der mit ihnen spricht.

Joy: Glaubt an sie, auch wenn sie nicht perfekt sind.

Wie erreicht ihr die perfekte Kontrolle über euren Körper?

Joy: jeden Tag trainieren und proben, mindestens sieben Stunden, die Schönheit in sich selbst finden, Selbstvertrauen haben und auf seinen Körper hören.

Dickson: Um interessant zu sein, muss man Selbstvertrauen haben: glaube an dich, sei stark!

Wie können wir die Arbeitssituation von Tänzern verbessern?

Joy: Eigenwerbung machen, über den Tanz sprechen, Professionalität zeigen, macht euren Job nicht umsonst nur weil ihr ihn gerne macht, lasst euch immer bezahlen.

Dickson: Es ist sehr schwierig, den Leuten klar zu machen, dass es sich bei unserem Beruf um einen echten Beruf handelt, vielleicht kann die jüngere Generation das verstehen. Man muss qualitativ hochwertige Aufführungen produzieren und sich ständig verbessern.

Amandine (Mamu Tshi, Künstlerin aus Lausanne): Erzähle uns von dir.

Mamu Tshi: Ich bin die Tochter meiner grossartigen Mutter, daher auch mein Künstlername Mamu Tshi, ich entwickle mich immer weiter. Mit 17 Jahren entdeckte ich den Tanz für mich und hatte keine Ahnung, dass dies mein Weg werden würde. Ich bin Englischlehrerin an einem Gymnasium, weil ich mich mit meinem Job als Tänzerin allein nicht über die Runden komme, und ich mir nichts vorenthalten möchte. Also arbeite ich hart als Lehrerin und Tänzerin.

Was kannst du den jungen Schweizer Talenten sagen?

Mamu: Ich finde die Arbeit der jungen Künstler in der Schweiz sehr gut, denn ich sehe sie gehen auf Reisen, und wenn sie zurückkommen sind sie bessere Künstler. Es ist wichtig, mit eigenen Projekten voranzugehen. Ich sehe, dass es eine große Dynamik gibt, dass es ein Verlangen nach etwas Neuem gibt. Auch die Institutionen erkennen, dass Tanz mehr ist als nur Ballett: Tanz ist Kultur. Es gibt viele Talente in der Schweiz. Mein Rat: geht auf Reisen, studiert und lernt immer mehr, kommt mit euren Erfahrungen zurück. In der Schweiz haben die Institutionen sehr viel Geld in die Kultur investiert.

Ich danke Mamu Tshi, Dickson Mbi und Joy Ritter für ihre Zeit, ihre Leidenschaft und ihre Professionalität. Ich danke Claudia Toggweiler und Gene Lou (Tourmanager von STEPS) für ihre Unterstützung und Organisation.

Geschichten von kleinen Helden – Erzähltheater für Kinder aus dem Tessin

Mitglieder der Szene Schweiz aus dem Tessin haben die Theateraufführung „WER WEISS WO“ der Theatergruppe „Storie di Scintille“ für Kinder ab 4 Jahren besucht und berichten darüber.

Die Aufführung wurde frei nach der Kurzgeschichte von C. Valentini und P. Giordano interpretiert, mit Live-Musik

„An einem Frühlingstag sind alle kleinen Samen des großen Baumes bereit zu gehen… alle bis auf einen, der einfach nicht erwachsen werden will…“

Dramaturgie und Regie: Katya Troise 

Thema

„Diese Geschichte erzählt von einem kleinen Samen, der seinen Baum nicht verlassen will. Die Erzählung berührt spielerisch und feinfühlig das Thema des Wachstums mit all seinen Erwartungen und Ängsten im Zusammenhang mit dem „Erwachsenwerden“. Sie erzählt uns etwas über den Mut, sich auf Neues einzulassen und sich von Bekanntem zu lösen, um neue Erfahrungen zu machen, die anfangs ein wenig beängstigend sein können. Auf einer tieferen Ebene erinnern uns der Baum und das kleine Samenkorn an die starke Bindung zwischen Eltern und Kind, die im Laufe des Aufwachsens gemeinsam Wege finden müssen, um miteinander in Verbindung zu bleiben, und sich auf neue Art und Weise und in neuen Entfernungen zu lieben.“

„…, dass das Theater ein kulturelles Instrument ist, das für eine tiefgreifende existenzielle Bereicherung verbreitet werden soll.“

Katya Troise, Regisseurin, Schauspielerin und Theaterpädagogin

Die Theatergruppe

Die Theatergruppe „Storie di Scintille“ bietet Theateraufführungen und Erzählungen für Kinder und Jugendliche an und ist Teil des Vereins „Scintille: Theater und kreativer Raum“, dessen Hauptzweck die Förderung und Unterstützung der Theatertätigkeit in all ihren Ausdrucksformen ist. Seit 1995 bietet der Verein Theaterkurse für alle Altersgruppen an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene; gemeint ist das Theater als Freizeit- und Bildungsaktivität zur Förderung des Wachstums. Der Verein wird von Katya Troise (Regisseurin, Schauspielerin und Theaterpädagogin) geleitet, und hat seine Wurzeln in der Überzeugung, dass das Theater ein kulturelles Instrument ist, das für eine tiefgreifende existenzielle Bereicherung verbreitet werden soll.

 

 

 

 

 

 

„Mancanza di curiosità e grande perdita di tempo tra i giovani“

Intervista da Manuela Rigo con Agnese Omodei, direttrice del “Balletto di Milano”, ha iniziato la carriera professionale nel 1978 e ha fatto parte di importanti corpi di ballo (Teatro alla Scala, Arena di Verona, Teatro Comunale di Bologna) dove ha ricoperto anche ruoli solistici e dove ha avuto modo di lavorare con grandi coreografi e interpreti. Ha preso parte a numerose produzioni liriche nonché produzioni di danza contemporanea, trasmissioni televisive di successo, convention, pubblicità e sfilate per importanti aziende.

Nel 2018 nasce “Opera & Ballet Swiss Cultural Association” per promuovere spettacoli teatrali ed eventi culturali di grande qualità, collaborando stabilmente con artisti di fama internazionale, enti prestigiosi e realtà di alto livello artistico. Con sede a Lugano – Paradiso, Opera & Ballet opera sia sul territorio svizzero sia all’estero, in qualità di ente promotore e di produzione.

 

Agnese, sei in Ticino dal 2012, come ti trovi a lavorare nel nostro Cantone, a livello artistico?

Mi trovo bene, mi sento ben inserita nel contesto professionale e nello specifico nell’ambito artistico culturale anche se riscontro che vi sia ancora parecchio da fare. Quali potrebbero essere le azioni da mettere in campo affinché la danza, il teatro e la cultura in generale possano avere lo spazio che meritano? Riscontro la mancanza di coinvolgimento da parte dei giovani. I giovani non sono educati ad andare a teatro. Questo, secondo me, inizia da una scarsa educazione all’arte ed alla cultura fin dalla scuola elementare. Pensiamo a loro come al pubblico di domani. A tale proposito é necessaria la collaborazione di tutti, non solo nostra, quali operatori del settore, le scuole di danza private ecc. ma penso anche alle Istituzioni Cantonali affinché possano creare tutti i presupposti per offrire l’adeguata formazione non solo ai danzatori ma anche al futuro pubblico. La cultura, la danza, il teatro sono di tutti e perciò si rende necessario un coinvolgimento maggiore fin dalla scuola primaria. Noto comunque che gli operatori del settore si stiano dando parecchio da fare. Il punto debole che riscontro qui in Ticino é la mancanza di strutture teatrali adeguate agli allestimenti dei balletti classici e teatrali.

Mi comunichi ciò perché hai già avuto modo di creare dei balletti classici e delle opere liriche che hai rappresentato anche nei teatri ticinesi?

Si, e per prodigarmi in tale senso, con mio marito, Carlo Pesta che é il presidente ed il direttore artistico del „Balletto di Milano“ abbiamo creato „Opera&Ballet Swiss Cultural Association“ con lo scopo di diffondere la cultura del Balletto e delle Opere Liriche. Abbiamo rappresentato diverse produzioni di danza e di Opere Liriche, rivisitate ovviamente, nei principali teatri ticinesi per renderci conto che non sono adatti per questi allestimenti; i teatri risultano essere troppo piccoli.

Come vengono reclutati i ballerini per la Compagnia „Balletto di Milano“?

Solitamente sono ballerini che escono diplomati dalle Accademie di danza, come l’Accademia del Teatro La Scala, l’Accademia Ucraina, per citarne alcune e come prima esperienza di impiego remunerato, ballano nella nostra Compagnia. Siamo sempre ben disposti a reclutare forze nuove e ci auspichiamo di poter avere dei ballerini professionalmente formati anche ticinesi.

Avete avuto delle belle esperienze all’estero, portando la Compagnia in tournée, da quanto ho avuto modo di informarmi; mi puoi elencare i luoghi dove siete stati e quali riconoscimenti avete ottenuto?

Abbiamo fatto numerose tournée, anche in Svizzera. La più significativa é stata quella in Marocco, a Rabat con „Viva Verdi“. La stessa produzione l’abbiamo portata in Estonia ed in Lettonia. Non voglio dimenticare l’esperienza avuta in Russia dove siamo stati invitati dal Ministero della Cultura Russo, nell’anno della cultura italiana in Russia. Il „Balletto di Milano“ é stata la prima Compagnia italiana ad essersi esibita al Teatro Bolshoi di Mosca, già nel 1999.

Non trovi che fra i giovani di oggi, manchi la voglia di documentarsi, di guardare, di cercare e che manchi la fame di apprendere, in ambito culturale, nonostante abbiano tutti i mezzi tecnologici per saperne di più?

Si, riscontro in loro la mancanza di curiosità ed anche una grande dispersione di tempo ma credo che sia perché siano stimolati da troppe informazioni. In rete si trova tutto e tanto e secondo me hanno bisogno di essere sostenuti veicolandoli nelle ricerche. Questo sostegno potrebbe provenire dalla scuola e come già accennavo attraverso lo studio delle materie culturali. C’é bisogno di portare i giovani a teatro e la crisi sanitaria non ha sicuramente aiutato. Voglio essere positiva ed i progetti per i giovani non mancano. C’é solo bisogno di sensibilizzare l’opinione pubblica, le Istituzioni all’importanza della cultura da diffondere soprattutto fra i giovani.

Quali sono i vostri progetti futuri in seno allo scenario della danza, nello specifico?

Stiamo allestendo il progetto „Danzando per…“ ed attulamente lo slogan é riviolto alla Lombardia. L’intento é quello di organizzare dei Festivals, di portare la danza nelle piazze perché come già sottolineato la danza é di tutti, la cultura é di tutti. L’emergenza sanitaria ha colpito in maniera esponenziale il settore culturale allontanando il pubblico dal luogo del Teatro e riscontro molta diffidenza da parte della gente, appassionata della cultura scenica a non voler abbonarsi alle stagioni teatrali a causa delle numerose cancellazioni degli eventi e degli spettacoli. Perciò si trovano ora ad avere una notevole quantità di voucher che non sono in grado di utilizzare e non sempre trovano di loro interesse ciò che viene proposto.

È una situazione difficile e considero l’anno 2022 come un anno di transizione. A mio avviso una buona opportunità per proporre delle produzioni sceniche accattivanti stimolando il pubblico ad assistere alla visione dei balletti classici, rivisitati ovviamente per la ragione di cui accennavo poc’anzi, ossia alla mancanza in Ticino di strutture teatrali idonee alla loro messa in scena. Fare in modo che il pubblico sia preparato, che sia colto nella conoscenza della storia dei balletti classici e delle opere liriche.

Ricordiamoci che la danza é il linguaggio universale e tocca le corde dello spirito nell’animo di tutti.

Agnese Omodei

Come vedi le produzioni nell’ambito della danza contemporanea, oggi?

La danza contemporanea non é compresa da tutti; c’é bisogno di tornare all’essenziale e per fare questo vi é la necessità di un’educazione storica e culturale della danza, del teatro, della musica e di come siano nate, già dalla suola elementare. I balletti classici fanno sognare i bambini. La scuola dovrebbe impegnarsi in tal senso per fare in modo che il pubblico di domani sia colto, sia stimolato e sia pronto poi ad accogliere le produzioni contemporanee. Ricordiamoci che la danza é il linguaggio universale e tocca le corde dello spirito nell’animo di tutti.

Grazie Agnese per il tuo contributo a questa mia intervista, hai elencato e sollevato degli ottimi spunti. Per concludere riesci a restare ottimista?

Come dicevo siamo in una fase di transizione anche per capire cosa va fatto concretamente. Ora bisogna cogliere questa opportunità partendo innanzitutto da tutti noi che siamo maggiormente a contatto con la realtà nel senso che dobbiamo impegnarci cercando di capire cosa voglia il pubblico. C’é bisogno di continuare a sognare e a far sognare la gente che ama il balletto ed il teatro; i tempi sono maturi per apportare dei cambiamenti e dei miglioramenti nell’ambito dell’arte e della cultura. Perciò sì, sono ottimista. Ce la possiamo fare. E con questa ultima riflessione sta a noi tutti di trovare delle risposte per non smettere di sognare.

 

Manuela Rigo, insegnante di danza classica e di danza jazz, lic. Royal Academy of Dance of London e dipl. I.S.T.D. of London in National Dances. Dopo anni di esperienza nell’insegnamento di danza classica e di danza jazz all’estero e dal 1985 in Ticino, è riconosciuta da Danse Suisse Zurigo ed è la presidente dell’Associazione Formazione Professione Danza in Ticino che tutela l’insegnamento della danza classica da parte di maestri qualificati e di conseguenza la corretta formazione dei futuri ballerini in Ticino.

«Mangel an Neugierde und große Zeitverschwendung bei Jugendlichen»

Interview von Manuela Rigo mit Agnese Omodei, Direktorin des „Balletto di Milano„. Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1978 und war Mitglied bedeutender Ballettkompanien (Teatro alla Scala, Arena di Verona, Teatro Comunale di Bologna), wo sie auch Solopartien übernahm und die Gelegenheit hatte, mit großen Choreographen und Künstlern zu arbeiten. Sie wirkte in zahlreichen Opernproduktionen sowie in zeitgenössischen Tanzproduktionen, erfolgreichen Fernsehsendungen, Kongressen, Werbespots und Modeschauen für große Unternehmen mit.

Im Jahr 2018 wurde die Opera & Ballet Swiss Cultural Association gegründet, um qualitativ hochwertige Theateraufführungen und kulturelle Veranstaltungen zu fördern und dabei dauerhaft mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern, angesehenen Institutionen und hochrangigen künstlerischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten. Die in Lugano ansässige Kompanie “Opera & Ballet” ist sowohl in der Schweiz als auch im Ausland als Veranstalter und Produktionsfirma tätig.

Agnese, du bist seit 2012 im Tessin, wie gefällt dir die Arbeit in unserem Kanton auf künstlerischer Ebene?

Ich fühle mich wohl, ich fühle mich gut integriert in den beruflichen Kontext und insbesondere in den künstlerischen und kulturellen Bereich, auch wenn ich finde, dass es noch viel zu tun gibt.

Was könnte getan werden, um dem Tanz, dem Theater und der Kultur im Allgemeinen den Raum zu geben, den sie verdienen?

Ich sehe ein mangelndes Engagement der jungen Leute, sie werden nicht dazu erzogen, ins Theater zu gehen. Das beginnt, meiner Meinung nach, mit einer mangelnden Bildung in Kunst und Kultur, bereits in der Grundschule. Wir jedoch betrachten sie als das Publikum von morgen. Hier sind wir auf die Mitarbeit aller angewiesen, nicht nur auf uns als Akteure der Branche, private Tanzschulen usw., sondern ich denke auch an die kantonalen Institutionen, damit sie alle Voraussetzungen schaffen, um nicht nur den Tänzerinnen und Tänzern, sondern auch dem künftigen Publikum eine entsprechende Ausbildung anzubieten. Kultur, Tanz und Theater gehören allen, und deshalb ist eine stärkere Einbindung von der Grundschule an erforderlich. Ich kann jedoch feststellen, dass die in diesem Sektor Tätigen viel Arbeit leisten. Der Schwachpunkt, den ich hier im Tessin sehe, ist der Mangel an geeigneten Theaterstrukturen für klassische und theatralische Ballettproduktionen.

Sagst du das, weil du bereits klassische Ballette und Opern geschaffen hast, die ihr auch in Tessiner Theatern aufgeführt habt?

Ja, und um das zu tun, habe ich zusammen mit meinem Mann Carlo Pesta, dem Präsidenten und künstlerischen Leiter des „Balletto di Milano“, die „Opera & Ballet Swiss Cultural Association“ gegründet, mit dem Ziel, die Kultur des Balletts und der Oper zu verbreiten. Wir haben mehrere Tanz- und Opernproduktionen in den großen Theatern des Tessins aufgeführt, natürlich mit Wiederholung, um festzustellen, dass sie für diese Produktionen nicht geeignet sind – die Säle sind zu klein.

Wie werden die Tänzerinnen und Tänzer für das „Balletto di Milano“ rekrutiert?

In der Regel handelt es sich um Tänzerinnen und Tänzer, die ihre Ausbildung an Tanzakademien wie der Theaterakademie der Scala oder der Ukrainischen Akademie, um nur einige zu nennen, abgeschlossen haben und in unserer Kompanie ihre erste Erfahrung mit einer bezahlten Tätigkeit machen. Wir sind immer bereit, neue Tänzerinnen und Tänzer zu rekrutieren und hoffen, dass wir auch professionell ausgebildete Tänzerinnen und Tänzer aus dem Tessin haben werden.

Du hast mit der Kompanie einige gute Erfahrungen auf Tornéen im Ausland gemacht, kannst du einige wichtige Orte aufzählen?

Wir haben zahlreiche Tournéen gemacht, auch in der Schweiz. Das wichtigste war in Marokko, in Rabat, mit „Viva Verdi“. Wir waren mit der gleichen Produktion auch in Estland und Lettland auf Tournée. Ich möchte nicht unsere Erfahrung in Russland vergessen, wo wir vom russischen Kulturministerium im Jahr der italienischen Kultur in Russland eingeladen wurden. Das Balletto di Milano war 1999 das erste italienische Ensemble, das im Bolschoi-Theater in Moskau auftrat.

Glaubst du nicht, dass es den Jugendlichen von heute an Willen fehlt, zu dokumentieren, zu suchen, zu recherchieren, und dass ihnen das Interesse fehlt, im kulturellen Bereich zu lernen, obwohl sie alle technischen Mittel haben, um mehr zu wissen?

Ja, ich stelle bei ihnen einen Mangel an Neugierde und auch eine große Zeitverschwendung fest, aber ich denke, das liegt daran, dass sie durch zu viele Informationen angeregt werden. Im Netz kann man alles und so viel finden, und meiner Meinung nach müssen sie unterstützt werden, indem man sie bei ihren Nachforschungen anleitet. Diese Unterstützung könnte von der Schule kommen und, wie ich bereits erwähnt habe, durch das Studium kultureller Themen. Es besteht die Notwendigkeit, junge Menschen zum Theater zu bringen, und die Corona Krise hat sicherlich nicht dazu beigetragen. Wir müssten nur die öffentliche Meinung und die Institutionen für die Bedeutung der Kultur sensibilisieren, insbesondere bei jungen Menschen.

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Wir sind dabei, das Projekt „Danzando per…“ ins Leben zu rufen, zurzeit für die Lombardei. Es geht darum, Festivals zu organisieren, den Tanz auf die öffentlichen Plätze zu bringen. Die Corona Krise hat sich exponentiell negativ auf den Kultursektor ausgewirkt und das Publikum aus den Theatern vertrieben. Ich stelle fest, dass Menschen, die sich für die Theaterkultur begeistern, aufgrund der zahlreichen Absagen von Veranstaltungen und Aufführungen sehr zurückhaltend sind, wenn es darum geht, ein Abonnement für eine Theatersaison abzuschließen, so dass sie nun über eine große Anzahl von Gutscheinen verfügen, die sie nicht einlösen können und das Angebot nicht immer interessant finden. Es ist eine schwierige Situation, und ich betrachte das Jahr 2022 als ein Jahr des Übergangs. Meiner Meinung nach ist es eine gute Gelegenheit, attraktive Bühnenproduktionen vorzuschlagen, die das Publikum ermutigen, klassische Ballette zu sehen. Das Publikum soll so vorbereitet werden, damit es sich in der Geschichte der klassischen Ballette und Opern besser auskennt.

Erinnern wir uns daran, dass der Tanz die universelle Sprache ist und die Akkorde des Geistes in jedermanns Seele berührt.

Agnese Omodei

Was denkst du über heutige Produktionen im Zeitgenössischen Tanz?

Der Zeitgenössische Tanz wird nicht von allen verstanden. Es ist notwendig, zu den Grundlagen zurückzukehren, und dazu bedarf es einer kulturhistorischen Bildung über Tanz, Theater, Musik und deren Entstehung, und zwar bereits in der Grundschule. Klassische Ballette bringen Kinder zum Träumen. Die Schule sollte sich darum bemühen, das Publikum von morgen zu schulen, anzuregen und für zeitgenössische Produktionen zu gewinnen. Erinnern wir uns daran, dass der Tanz die universelle Sprache ist und die Akkorde des Geistes in jedermanns Seele berührt.

Ich danke dir, Agnese, für deinen Beitrag zu meinem Interview. Du hast einige sehr gute Punkte aufgelistet und angesprochen. Und schließlich: kannst du optimistisch bleiben?

Wie ich bereits sagte, befinden wir uns in einer Übergangsphase, auch müssen wir verstehen, was konkret getan werden muss. Jetzt müssen wir diese Gelegenheit nutzen, angefangen bei uns allen, die wir am meisten mit der Realität in Berührung kommen, in dem Sinne, dass wir uns engagieren müssen, indem wir versuchen zu verstehen, was die Öffentlichkeit will. Die Zeit ist reif für Veränderungen und Verbesserungen im Bereich der Kunst und Kultur, daher bin ich optimistisch. Wir können es schaffen. Und bei dieser letzten Überlegung liegt es an uns allen, Antworten zu finden, damit wir nicht aufhören zu träumen.

Manuela Rigo, Ballett- und Jazztanzlehrerin, lic. Royal Academy of Dance of London und dipl. I.S.T.D. of London in National Dances. Nach jahrelanger Erfahrung als Ballett- und Jazzdance-Lehrerin im Ausland und seit 1985 im Tessin, ist sie von Danse Suisse anerkannt und Präsidentin der “Associazione Formazione Professione Danza” im Tessin, die den Ballettunterricht durch qualifizierte Lehrkräfte und damit die korrekte Ausbildung der zukünftigen Tänzerinnen und Tänzer im Tessin fördert.